260 Milliarden Euro sind laut EU-Kommission jährlich vonnöten, um aus Europa bis 2050 den ersten klimaneutralen Kontinent der Erde zu machen. Und was machen die Bürokraten in Brüssel? Sie schreien lauthals „Taxonomie“, rufen Gas und Atomkraft plötzlich als „nachhaltige“ Energiequellen aus und faseln von „Brückentechnologien“, die auf dem Weg zur Energiewende derzeit noch bitter benötigt würden. Als wären Gas und Atomkraft plötzlich grün.
Als wäre Gas kein fossiler Brennstoff mehr. Als wäre das Problem der atomaren Endlager und Super-GAUs bereits gelöst. Mit Verlaub, aber das wirkt fast so, als würde man in Wien aufgrund des CO2-Ausstoßes der Lipizzaner an der Schließung der Hofreitschule basteln, während alle City-Besucher mit PS-starken Benzinautos zum Gratisparken eingeladen werden.
De facto setzt die EU viele falsche Prioritäten: Das reicht von niedrigen Qualitätsstandards bei Nahrungsmitteln (Stichwort Fleisch oder genmanipuliertes Saatgut) über die fehlende EU-Verteidigungsstrategie und Außengrenzschutz bis zum wohl brennendsten Thema, der Befeuerung der Inflation durch ewiges Gelddrucken. Das Aufkaufen der Schulden der Südstaaten durch die EZB ohne Sicherheiten für die Nettozahler, das unsere nächsten Generationen schwer gefährdet. Als glühender Österreicher frage ich mich, was die schlauen Schweizer an unserer Stelle tun würden?
Sie würden das Volk abstimmen lassen. Über jeden einzelnen Punkt.
Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)
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