31.01.2022 17:15 |

Doppelt so ansteckend

Subtyp BA.2 könnte die Omikron-Welle verlängern

Eine wohl noch leichter übertragbare Untervariante von Omikron könnte aus Expertensicht zu einer Verlängerung der derzeitigen Infektionswelle führen. „BA.2 wird sich auch bei uns durchsetzen“, schrieb der bekannte deutsche Immunologe Carsten Watzl am Montag auf Twitter. Dies könne die Omikron-Welle verlängern, befürchtet er.

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Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie bezog sich in seinem Tweet (siehe unten) auf eine noch nicht von externen Fachleuten begutachtete Studie aus Dänemark zu dem Omikron-Subtyp des Erregers SARS-CoV-2. Für die Untersuchung blickten Wissenschaftler in Dänemark auf Ansteckungen mit BA.1 und BA.2 in Haushalten.

Subtyp ist doppelt so ansteckend
Das eigene Infektionsrisiko bei BA.2 ist der Studie zufolge mehr als doppelt so hoch wie bei Subtyp BA.1. Das gilt sowohl innerhalb der Gruppe der Ungeimpften, als auch bei Menschen mit Grundschutz und bei Geboosterten. Das Risiko der Weitergabe des Virus ist bei infizierten Ungeimpften ebenfalls stark erhöht, nicht jedoch bei Geimpften und Geboosterten, heißt es in der Studie.

Impfungen hätten auch mit dem Aufkommen von BA.2 einen Effekt gegen Infektion, Weitergabe und schwere Erkrankung, wenn auch verringert im Vergleich zu früheren Varianten, schreiben die Forscher. Die höhere BA.2-Anfälligkeit und -Übertragbarkeit bei Ungeimpften werde wahrscheinlich zu einer noch weiteren Steigerung von Übertragungen bei ungeimpften Kindern etwa in Schulen und Kindergärten führen, halten sie fest.

BA.2 besitzt Immunflucht-Eigenschaften
In der dänischen Studie wurde das Geschehen ausgehend von rund 8500 sogenannten Primärfällen Ende Dezember, Anfang Jänner betrachtet. „Wir schließen daraus, dass Omikron BA.2 von Natur aus wesentlich besser übertragbar ist als BA.1“, heißt es im Fazit. BA.2 besitze auch Immunflucht-Eigenschaften, die die Schutzwirkung der Impfung gegen Infektionen weiter verringerten. Die Weitergabe durch Geimpfte mit Durchbruchinfektion werde aber nicht erhöht, so die Forscher.

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