20.01.2022 12:01 |

„Kein Verständnis!“

Abschaffung der Totenbeschaugebühren nimmt Form an

Mit der Unterstützung vom Team Kärnten kämpft Gordon Kelz – wie berichtet – jetzt auf Landesebene für die Abschaffung der Totenbeschaugebühr in den Spitälern in Villach und Klagenfurt. Bei der Anhörung im Kärntner Landtag am Dienstag habe sich der als Experte geladene Villacher eher vorgeführt als verstanden gefühlt: „Statt auf Verständnis traf ich auf Juristendeutsch!“
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Mit der Behauptung, auch Spittal unter Bürgermeister und Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer habe besagte Gebühr im Krankenhaus eingeführt, hat Gesundheitsreferentin Beate Prettner Gordon Kelz die Stirn runzeln lassen: „Nach Jahrzehnten meines Bemühens trifft das Thema immer noch auf Unverständnis. Es geht nicht um die Totenbeschau außerhalb der Krankenhäuser Villach und Klagenfurt. Aber diese beiden Kabeg-Anstalten verfügen über eigene Pathologien, und trotzdem werden 180 Euro von den Magistraten verrechnet!“

Von 6000 Verstorbenen in Kärnten pro Jahr fallen etwa 2000 auf besagte Häuser. „Die Gebühr trifft also tausende Angehörige jährlich. Pathologen versehen eine Arbeit, die die Magistrate als ihre auslegen, und zum Höchstpreis an die Hinterbliebenen verkaufen!“, bemängelt Kelz, der sich darüber aufregt, dass er sich im Landtag mit Juristendeutsch herumquälen musste, während seinen Argumenten kaum Platz gewährt wurde.

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Innerhalb einer Krankenanstalt mit eigener Pathologie ist der Aufwand für eine Totenbeschau mit 40 Euro einzustufen. 180 Euro sind Wucher!

Gordon Kelz aus Villach kämpft seit Jahren gegen die Gebühr.

„Zumindest konnte ich zu Protokoll geben, dass der wahre Wert einer Totenbeschau bei 40 Euro liegt. Diesen Betrag kassiert die Uniklinik Salzburg. Vom Boden- bis zum Neusiedler See ist kein Magistrat so dreist wie hierzulande!“

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