14.01.2022 12:14 |

Durchseuchung läuft

Gibt es vor Omikron wirklich kein Entkommen?

Omikron ist nicht nur in Österreich angekommen, laut Expertenanalysen scheint wohl auch ein Großteil der Bevölkerung nicht davor gefeit, mit der Coronavariante in Kontakt zu kommen. Damit einher geht eine gewisse Aussichtslosigkeit, dass trotz Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen auch eine Infektion mit dem Virus nicht mehr zu verhindern scheint.

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Ende März wird wohl halb Europa mit Omikron infiziert sein, warnte die WHO zuletzt vor der enormen Ausbreitung der Virusvariante. Mit der Begründung, dass ein Verlauf einer Erkrankung damit jedoch oft „milder“ verlaufe, fielen die zuletzt in Kraft getretenen Maßnahmenverschärfungen jedoch nicht einschneidender aus als jene zuvor.

Resignation in Bevölkerung
Eine Durchseuchung sei wohl nicht mehr zu verhindern, ließ auch GECKO-Chefin Katharina Reich anklingen. Bei vielen, die bis ins Jahr drei der Pandemie hinein versucht haben, sich an alle - oft unübersichtlichen - Maßnahmen zu halten, macht sich mit diesen Aussichten zunehmend Resignation breit. In den sozialen Netzwerken tauscht man sich bereits über Vorbereitungen zur vielleicht bald nötigen Heimquarantäne aus.

Die Pandemiemüdigkeit scheint damit an einem neuen Höhepunkt angelangt. Und nun drohen auch noch die Kapazitäten für PCR-Tests in den Bundesländern nicht auszureichen.

Ansteckungsgefahr enorm
Doch ist eine Ansteckung mit Omikron wirklich alternativlos? Nach ersten Erkenntnissen der Wissenschaft ist die Wahrscheinlichkeit, sich damit anzustecken bedeutend höher als mit den vorangegangenen Varianten. Grund dafür: Das Virus schafft es nun, die Immunabwehr noch leichter zu umgehen - selbst bei Personen, die bereits geimpft sind oder eine Infektion hinter sich haben.

Der zuverlässigste Schutz ist nach Ansicht der Wissenschaft weiterhin die Impfung - im Idealfall hat man dazu bereits alle drei Dosen erhalten und damit immerhin eine Schutzrate von etwa 70 Prozent. Aber auch all jene, die erst eine oder zwei Dosen erhalten haben, können auf geringere Auswirkungen hoffen. Wie Daten aus Großbritannien zeigen, sinkt selbst nach der ersten Impfung das Sterberisiko bereits nach 14 Tagen drastisch.

Verläufe ohnehin „mild“?
Doch was ist dran an den „milden“ Verläufen? Tatsächlich kann man nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass eine Infektion „mild“ verläuft. Vielmehr ist Omikron in Sachen Gefährlichkeit zwischen Delta und dem ursprünglichen Wildtyp des Virus anzusiedeln. Damit ist auch klar, dass die Mutation vor allem für Ungeimpfte - und da insbesondere für ältere Personen - gefährlich ist.

Impfung nicht möglich?
Besonders dramatisch ist die Situation derzeit vorwiegend für jene Personen, die sich nicht impfen lassen können - entweder aus gesundheitlichen Gründen oder für kleine Kinder, für die noch keine Impfung zugelassen ist. Für sie bleibt - neben ausreichendem Abstand und der Reduzierung von Sozialkontakten - aktuell nur der Schutz durch den Mund-Nasen-Schutz. Hierbei hat sich vor allem die FFP2-Maske als zuverlässig erwiesen.

Testen, testen, testen
Damit das Virus aber erst gar nicht zu diesen vulnerablen Gruppen vordringt, benötigt es weiterhin eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Neben der Einhaltung der Hygienemaßnahmen ist dabei einer der wichtigsten Bausteine eine regelmäßige Testung und sei es „nur“ mit einem Antigentest im Wohnzimmer. Denn: Wie schon zu Beginn der Pandemie passieren viele Ansteckungen immer noch durch Personen, die keinerlei Symptome zeigen.

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