12.01.2022 16:00 |

Sperren in 13 Schulen

Klassenschließungswelle in Wien nimmt Fahrt auf

Nach nur einem Unterrichtstag mussten in Wien am Dienstag bereits wieder 19 Klassen an 13 Schulen wegen mehrerer Omikron-Fälle gesperrt werden. Doch das ist erst der Anfang.

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In seiner Prognose ging das Innenministerium zum Wochenende mit 10.475 bis 17.246 positiven Corona-Fällen zum 12. Jänner aus, geworden sind es 17.006, wobei noch Nachmeldungen zu erwarten sind.

Womit deutlich wird, wie rasant Omikron über uns hereinbricht und natürlich auch vor den Schulen nicht haltmacht. Schüler aus 19 Wiener Klassen hatten nach den Weihnachtsferien gerade einmal einen einzigen Präsenztag, ehe sie am Dienstag aufgrund von zwei oder mehr Infektionen in der Klasse wieder heimgeschickt wurden.

Starker Anstieg kommende Woche erwartet
19 Klassensperren in 13 verschiedenen Schulen in der Bundeshauptstadt mag angesichts der Gesamtzahl von 11.400 Klassen noch marginal wirken, angesichts der immensen Infektionsdynamik mit 5573 positiven PCR-Testergebnissen in Wien am Mittwoch steht fest, dass man hier noch ganz am Anfang der Entwicklung steht.

Wird eine Klasse gesperrt, wechselt sie sofort ins Distance Learning. Natürlich nur, wenn nicht gleichzeitig so viele Lehrer erkranken, dass die Aufrechterhaltung des Betriebs unmöglich ist. In den USA kommt es bereits zu solch Szenarien, und auch in Frankreich herrscht an den Schulen Omikron-Chaos mit mittlerweile mehr als 10.000 Klassensperren.

Aufregung um riskante Lehrer-Einsätze
Umstritten ist der Umstand, dass aufgrund der gelockerten Quarantäneregeln nun auch dreifach geimpfte Lehrer zum Unterrichten in die Schulen kommen können, wenn sie im gleichen Haushalt mit einer infizierten Person leben.

„Dabei geht es um die Abwägung. Einerseits ist es wichtig, dass die Klassen bespielbar bleiben, andererseits sollen dabei keine vermeidbaren Risiken eingegangen werden. Angesichts der Tatsache, dass diese Lehrer engmaschig getestet sind und im Unterricht Maske tragen, ist die Ansteckungsgefahr gering“, sagt Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner der MedUni Wien, der ein Befürworter des Präsenzunterrichtes ist.

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Die Welle wird uns noch länger begleiten. Das Wachstum ist sehr rasch. Nächste Woche müssen wir erneut mit deutlich mehr Infektionen rechnen.

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter

Hutter erwartet, dass das Maximum der täglichen Neuinfektionen in rund eineinhalb Wochen erreicht ist, es danach zu einem langsameren Abklingen der Zahlen kommt: „Die Welle wird uns noch länger begleiten. Das Wachstum ist sehr rasch. Nächste Woche müssen wir erneut mit deutlich mehr Infektionen rechnen.“

Diese werden natürlich auch Kinder und Jugendliche betreffen: „Omikron fegt durch alle Bereiche!“, ruft der Experte dazu auf, sich in den nächsten Wochen besonders an Hygienemaßnahmen zu halten, die Maske zu tragen und sich, falls noch nicht geschehen, die dritte Teilimpfung zu holen.

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