15.12.2021 16:55 |

Abertausende Fälle

Experten: Corona-Höchststand wird weit übertroffen

Was uns in den kommenden Tagen im Hinblick auf das Coronavirus erwartet, ist wohl die Ruhe vor dem Sturm. Zwar dürfte sich laut den Experten der Rückgang der Neuinfektionszahlen zunächst weiter fortsetzen, jedoch verlangsamen. Eine neue Welle ist angesichts der Omikron-Variante allerdings nur noch eine Frage der Zeit, und sie dürfte hinsichtlich der Infektionszahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

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Nach wie vor wird intensiv geforscht und analysiert, welche Auswirkungen die Omikron-Variante hat. Fest steht bereits, sie ist deutlich ansteckender als die bisherigen Varianten - mit einer starken Ausbreitung im Land ist damit in jedem Fall zu rechnen, eine Verdrängung der derzeit noch dominierenden Delta-Variante durchaus wahrscheinlich.

Mehr als 16.000 Neuinfektionen pro Tag befürchtet
Die düstere Prognose des Covid-Prognosekonsortiums: Es werde „mit hoher Wahrscheinlichkeit [...] der bisherige Höchststand an Neuinfektionen der vierten Epidemiewelle deutlich übertroffen“ werden. Im schlimmsten Fall könnte das auch schon Anfang Jänner der Fall sein, so die Warnung der Experten. Mehr als 16.000 Neuinfektionen pro Tag wären im Bereich des Möglichen. Zur Erinnerung: Am 19. November - dem Höhepunkt der vierten Welle - wurden in Österreich mehr als 15.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Noch keine Prognose getraute man sich mit Blick auf die Spitalsauslastung zu machen - denn noch ist unklar, wie sich eine Omikron-Infektion tatsächlich auswirkt. „Die Auswirkungen auf den Spitalsbelag sind aufgrund mangelnder Evidenz noch nicht abschätzbar. Das Prognosekonsortium arbeitet derzeit an Mittelfristszenarien, um das Risiko besser quantifizieren zu können“, heißt es dazu. 

Vorerst weiterer Rückgang bei der Zahl der Spitalspatienten
In den kommenden Tagen jedenfalls werde noch mit einem weiteren Rückgang der Spitalspatienten gerechnet. Am kommenden Mittwoch (22. Dezember) dürften zwischen 373 und 463 intensivpflichtige Corona-Patienten behandelt werden müssen, in der darauf folgenden Woche (29. Dezember) zwischen 270 und 390. Bis zum Jahreswechsel ist laut Prognose von einem spürbaren Rückgang an schweren stationär aufgenommenen Covid-19-Fällen auszugehen.

Auch auf den Covid-Normalstationen sollte die Anzahl der Patienten noch zurückgehen, auf 1140 bis 1500 am kommendem Mittwoch und 790 bis 1280 am 29. Dezember.

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