11.12.2021 05:54 |

Problem Bahnlärm

Kommt nun doch endlich Gütertrasse durch Kärnten?

In den Kampf der Kärntner um Lärmschutz an der Koralmbahn scheint endlich Bewegung zu kommen. Nachdem eine Petition im Nationalrat abgeblitzt war, soll jetzt ein neuer Vorstoß erfolgen - auch für eine Gütertrasse.

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Anfang 2026 soll die Koralmbahn den Betrieb aufnehmen, die Fahrzeit von Klagenfurt nach Wien von vier auf zweidreiviertel Stunden und nach Graz auf eine dreiviertel Stunde verkürzen. Der zunehmende Verkehr auf Schiene bedeutet für die Kärntner Bevölkerung allerdings auch mehr Lärm. Denn nicht nur Touristen werden mit der Bahn befördert, sondern auch Güter. Und genau das ist Bürgerinitiativen ein Dorn im Auge. Sie befürchten zusätzliche Belastungen.

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Als Initiator der ARGE Koralmbahn im Nationalrat stehe ich voll und ganz hinter der Kärntner Bevölkerung. Lärmschutz hat oberste Priorität!

Peter Weidinger, Nationalratsabgeordneter aus Villach

„Lärmschutz hat deshalb oberste Priorität!“, betont der Villacher Nationalratsabgeordnete Peter Weidinger, der sich für die Resolution des Kärntner Landtags auf Bundesebene stark macht: „Neun von zehn Kärntner Nationalräten haben unterschrieben. Entlang der Bestandsstrecke sollen mehr Lärmschutzwände errichtet und eine alternative Gütertrasse, die den gesamten Zentralraum umfährt, geplant werden.“

Vorteile der Koralmbahn
Weidinger verweist auch auf die Vorteile der Koralmbahn, die einen Wirtschaftsraum Südösterreich entstehen lasse. Gemeinsam mit WK-Präsident Jürgen Mandl habe er deshalb das Dialogforum WirSüd, eine überparteiliche Arbeitsgemeinschaft im Parlament, ins Leben gerufen: „Wir möchten Touristiker, Kulturinstitutionen, Städte, Bildungseinrichtungen unterstützen, die Baltisch-Adriatische Achse von Ravenna bis Danzig vom ersten Tag an optimal zu nutzen!“ Deren Effekt werde weit ausstrahlen: „Wenn man in einer guten Stunde von Graz nach Villach kommt, erschließen sich völlig neue Märkte!“

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