23.11.2021 15:24 |

Rasanter Aufstieg

World Tour: „Eisenstadt wird Hotspot in Europa“

Der Aufstieg des Leichtathletik-Events in Eisenstadt geht unaufhaltsam weiter! Für 2022 ist das „Raiffeisen Austrian Open“ als erstes österreichisches Ein-Tages-Meeting überhaupt in die „World Tour“ aufgenommen worden und erlangt dort einen Bronze-Status der „World Athletics Continental Tour“. Durch dieses Upgrade wird das Meeting am 2. Juni 2022 mehr nationale und internationale Stars als je zuvor am Start sehen. Schließlich gibt es jetzt ein höheres Preisgeld und mehr Qualifikations-Punkte für EM und WM …

„Eisenstadt wird damit ein Leichtathletik-Hotspot in Europa“, freut sich Rolf Meixner, der mit seinem engagierten Team in den letzten Jahren auf der brillanten Leichtathletik-Anlage von Eisenstadt die Meetings organisiert hat. Die Aufwertung in die „World Tour“ sei, so betont Meixner, durch eine hervorragende Zusammenarbeit der Stadt Eisenstadt, des Sponsors „Raiffeisen“, des Leichtathletik-Verbandes und des Organisationskomitees zustande gekommen. Es kostet schließlich über 100.000 Euro, ein solches Meeting auf die Beine zu stellen. An Preisgeldern werden rund 30.000 Euro gezahlt.

Bonuspunkt als Anreiz
Wichtiger als die Preisgelder sind aber vor allem für die nationalen Athleten auch die hohen Bonuspunkte, die man in Eisenstadt für die Qualifikation von Großveranstaltungen erreichen kann. Statt bisher 25 Punkte gibt es jetzt in Eisenstadt für einen Sieg 60 Punkte. „Es war noch nie so schwer wie jetzt, sich in der Leichtathletik für eine WM oder EM zu qualifizieren“, sagt ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis, „der ÖLV muss seinen Top-Athleten und -Athletinnen die besten Möglichkeiten bieten, um sich für Großveranstaltungen zu qualifizieren. Eine unserer Maßnahmen dafür ist die Ausrichtung hochwertiger Ein-Tages-Meetings in Österreich.“ Baudis ist dankbar, dass Rolf Meixner „diesen Ball“ aufgegriffen habe: „Das Raiffeisen Austrian Open Eisenstadt ist ein hervorragendes Gemeinschaftsprojekt.“

Zusage von Weißhaidinger
Die besten österreichischen Leichtathleten sehen dem Meeting im nächsten Sommer in Eisenstadt schon begeistert entgegen. Lukas Weißhaidinger, heuer Olympiadritter im Diskuswurf in Tokio, hat seine Startzusage für den 2. Juni bereits gegeben. Dies bestätigte sein Trainer Gregor Högler: „Der Termin passt uns perfekt in die Planung 2022.“ Wobei ein Termin gar nicht so leicht zu finden war. Aber Weißhaidinger hat auch beste Erinnerungen an Eisenstadt, wo er heuer seinen ÖLV-Rekord auf 69,04 m verbessert hatte. Ähnlich wie Olympiastarterin Victoria Hudson, die in dieser Saison ebenfalls in Eisenstadt mit 64,68 m ihren Speer-Rekord geworfen hatte. Sie sagt: „In Eisenstadt weiß ich einfach, dass bei tollen Bedingungen, einer extrem guten Bahn und super Windverhältnissen ausgezeichnete Leistungen zu erzielen sind.“ Dazu kämen jetzt die höheren Bonuspunkte für die Weltranglisten.

Sprint-Asse dabei
Natürlich wird die überwiegende Anzahl der nationalen Spitze das in die „World Tour“ aufgewertete Meeting in Eisenstadt für Starts nutzen. Trainer Philipp Unfried kündigte bereits an, dass aus seiner Sprint-Gruppe Leni Lindner und Karin Strametz in Eisenstadt laufen werden. Leni Lindner war heuer in Eisenstadt am 9. Juni über 100 m mit 11,33 ihren tollen U23-Rekord gelaufen. Falls Österreichs Siebenkampf-Stars Ivona Dadic und Verena Mayr nächstes Jahr wieder in Götzis (28./29. Mai) starten, käme für sie ein Antreten in Eisenstadt freilich nicht in Frage.

Generell sind die attraktiven Bedingungen von Eisenstadt aber auch für internationale Stars ein Anreiz, beim „Raiffeisen Austrian Open“ zu starten. Zumal der Termin - zumindest für einige Athleten - günstig ist. Das Meeting findet zwei Tage nach dem „Golden Spike“ in Ostrava statt, wo auch Ina Huemer bereits einen Startplatz über 200 m hat. Rolf Meixner strebt eine Kooperation mit diesem Top-Meeting in Tschechien an.

Auch St. Pölten aufgewertet
Eine Aufwertung seines Status erhält 2022 auch das Meeting in St. Pölten. Helmut Baudis bestätigte, dass das „Liese Prokop-Memorial“ am 26. Mai den Rang eines „European Athletics Area Permit Meetings“ erhalten hat. Dadurch gibt es auch dort höhere Qualifikations-Punkte als zuletzt - 40 Punkte für den Sieger. Nach dem Niedergang des Gugl-Meetings vor 17 Jahren tut sich also einiges in der Veranstaltungsszene der österreichischen Leichtathletik.

Olaf Brockmann
Olaf Brockmann
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