Alles fährt herunter

Nächster Lockdown: So geht Wien in die Zwangspause

Schluss mit Essen gehen, Punsch trinken und Weihnachtseinkäufe erledigen. Ab Montag fährt wieder alles hinunter. Wir zeigen, was sich am Alltag der Wiener im für sie bereits fünften Lockdown - in Ostösterreich  gab es ja zusätzlich Anfang des Jahres die "Osterruhe" - ändert. 

Auch wenn der Lockdown inzwischen ein alter Hut ist, galten für jeden teils andere Regeln. Wir schauen uns noch einmal Detail an, was auf die Wiener in den nächsten Wochen alles zukommt. Das Schnitzel darf ab Montag nicht mehr beim Wirten verspeist werden, sondern muss mit nach Hause mitgenommen werden. „Die Lokale, die in den letzten Lockdowns Take-Away angeboten haben, werden das jetzt wohl wieder tun“, sagt Gastro-Sprecher Peter Dobcak. Am letzten Wochenende dürften die Gastronomen noch einmal ein gutes Geschäft gemacht haben. „Das ersetzt die Weihnachtssaison aber nicht im Geringsten, die Betreiber sind auf rasche, finanzielle Hilfe angewiesen, da auch das doppelte Gehalt Ende des Monats ausbezahlt werden muss“, so Dobcak.

Punsch nur mehr zum Mitnehmen
Advent- und Weihnachtsmärkte setzen vorübergehend aus. Ein Häferl Punsch kann, wie im letzten Jahr, wieder nur per Take-Away ausgegeben werden, wobei dieses dann im Umkreis von 50 Metern nicht konsumiert werden darf.

„Es ist nicht gerecht, dass Punsch ,to go‘ ausgeschenkt werden darf, aber Christkindlmärkte schließen müssen“, sagt Akan Keskin, Obmann der Marktstandler. Für die Betreiber sei das eine Katastrophe. Von einem Abbau der Weihnachtshütten ist aber dennoch keine Rede. „Die Standbesitzer gehen davon aus, dass sie am 13. Dezember wieder aufsperren dürfen“, berichtet auch Marktamtsprecher Alexander Hengl. Am Wochenende dürften deshalb noch viele Wiener eine letzte Runde am Christkindlmarkt gedreht haben.

Weihnachtsgeschenke nun per Click & Collect
Das zweite Jahr in Folge entgeht dem Handel das Weihnachtsgeschäft. Umso mehr sind sie nun deswegen auf Click & Collect bzw. Call & Collect angewiesen. „Am besten greift man zum Telefon und ruft beim Händler seines Vertrauens an“, empfiehlt Handelsobfrau Margarete Gumprecht. Gefragt sind vor allem Buchhandlungen, Elektro- und Spielwarengeschäfte. „Ich bin mir sicher, dass jetzt noch mehr Kunden diese Möglichkeit nutzen“, so Gumprecht.

Gespanntes Warten in den Wiener Schulen
Was die Schulen betrifft, wird man erst sehen, wie viele Kinder tatsächlich am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Stadt geht aber davon aus, dass doch einige Eltern das Betreuungsangebot für ihre Kinder in Anspruch nehmen werden. „Es gibt sicher genug Familien, die auf eine Aufsicht angewiesen sind“, so das Büro von Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS).

In den Ämtern der Stadt wird der Parteienverkehr auf das Nötigste reduziert. Persönliche Termine gibt es nur in dringenden unaufschiebbaren Fällen.

Katharina Mötzl
Katharina Mötzl
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Dienstag, 30. November 2021
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