Neben Müllabfuhr & Co.

Nächster Preisknaller: Auch Friedhöfe bald teurer

Politik & Wirtschaft
03.11.2021 16:00

Warm anziehen. Im nächsten Jahr steigen die Gebühren, teilweise recht kräftig. Neben Wasser, Abwasser und Müllabfuhr verteuern sich Grabverlängerungen. Andere Tarife wie die „Hundesteuer“ sind noch in Schwebe.

Die Friedhöfe heben im März 2022 die Tarife an, wie aus einer Anfragebeantwortung durch Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) hervorgeht. Wie teuer es wird, lässt sich noch nicht exakt beziffern. „Die Erhöhung ist an Inflationsrate und Gehaltsabschlüsse angelehnt“, erklärt eine Sprecherin der Bestattung Wien.

(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)

Die ÖVP hat errechnet, dass eine Grabverlängerung 2009 noch 451 Euro gekostet hat, heute bereits 830 Euro und ab nächsten März wohl 870 Euro kosten wird. „Diese quasi Verdoppelung der Kosten ist weder sozial noch gerecht“, wettert die türkise Gemeinderätin Isabelle Jungnickel. Die Bestattung kommentiert die ÖVP-Berechnung, die jenseits aller Inflationsraten liegt, so: „Lässt sich so nicht sagen.“ Es gebe unterschiedliche Grabarten und Tarife.

Zitat Icon

Diese quasi Verdoppelung der Kosten ist weder sozial noch gerecht.

Gemeinderätin Isabelle Jungnickel (ÖVP)

Müllabfuhr, Abwasser und Wasser kosten bald mehr
Definitiv sagen lässt sich: Wasser, Abwasser und Müllabfuhr werden ab Jänner teurer. 2,45 Euro im Monat zahlt, wie berichtet, ein dreiköpfiger Haushalt mehr. Für Singles beträgt die Zusatzbelastung etwa 1,07 Euro. Grund ist das sogenannte Valorisierungsgesetz, dass automatische Erhöhungen (abhängig von der Inflation) zulässt.

Jede Rathauspartei in Opposition fordert die Abschaffung oder Aussetzung dieses Gesetztes. Allein: Sitzt man dann in der Regierung, wie nun die NEOS, verlassen einen Mut und Kraft, das bei der SPÖ durchzusetzen.

Hundeabgabe und Dienstgeberabgabe könnten ebenfalls steigen. Eine rot-pinke Arbeitsgruppe tagt. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die GIS geht ordentlich rauf, grundsätzlich ein Bundesthema. Doch die Wiener zahlen 5,40 Euro pro Monat ans Land Wien. Die Stadt könnte auf diese Abgabe verzichten, um ihre Bürger zu entlasten. Will sie aber nicht.

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