27.09.2021 17:35 |

30.000 Jobs

U-Bahn-Ausbau bis Hernals und Wienerberg fix

Die nächste Ausbaustufe des Wiener U-Bahn-Netzes ist endgültig auf Schiene. Bis 2035 sollen die U5 nach Hernals und die U2 bis zum Wienerberg fahren. Bund und Stadt einigten sich auf eine gemeinsame Finanzierung. Insgesamt werden rund sechs Milliarden Euro investiert. 

Die Investitionen werden wie bisher im Verhältnis 50:50 zwischen Stadt und Bund aufgeteilt. „Der weitere Ausbau des Linienkreuzes U2/U5 ist eine wichtige Optimierung des öffentlichen Verkehrs in der Bundeshauptstadt und wird viele Wiener entlasten“, erklärt Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Mit der Kofinanzierung würde der Bund seine Verantwortung wahrnehmen.

Erfreut über die Einigung zeigte sich auch Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ): „Alle Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel sind eine kraftvolle Klimaschutzvorsorge mit direktem Mehrwert für die Wirtschaft.“ Die Ausbauschritte würden insgesamt rund 30.000 Arbeitsplätze sichern.

Die erste Baustufe der U5 von Karlsplatz bis Frankhplatz ist bereits in Bau. Die vollautomatische Linie soll in diesem Abschnitt ab 2026 Fahrt aufnehmen. Mit der zweiten Baustufe bekommt die U5 dann noch vier weitere Stationen und wird zukünftig über die neuen Öffi-Knoten Arne-Karlsson-Park, Michelbeuern-AKH, Elterleinplatz bis nach Hernals führen. Dort wird die U-Bahn an die ÖBB-Vorortelinie (S-Bahn) angeknüpft. Die Trasse verläuft in Tieflage und wird rund vier Kilometer lang sein.

Bei der U2 läuft ebenfalls bereits die erste Ausbaustufe bis zur Station Matzleinsdorfer Platz. Bis 2028 soll dieser Abschnitt fertig sein. Die U2 wird in der zweiten Etappe vom Matzleinsdorfer Platz über die Gußriegelstraße bis zum Wienerberg verlängert. Auch hier verläuft die Trasse ausschließlich in Tunnelstrecken. Mit dem Öffi-Ausbau U2/U5 wächst das Wiener U-Bahn-Netz insgesamt um elf Kilometer und zwölf neue Stationen. Abgeschlossen soll die zweite Etappe aus heutiger Sicht zwischen 2032 und 2035 sein. 

Durch das Großprojekt wird die Leistungsfähigkeit der Öffis nachhaltig gesichert. Stark frequentierten Öffi-Linien, wie U3, U6, 6, 43 oder 13A, werden entlastet. Mehr als 300 Millionen zusätzliche Nutzer pro Jahr können dadurch die öffentlichen Verkehrsmittel Wiens benutzen. Zugleich steigt auch die Gesamtkapazität des Netzes weiter an: Insgesamt 1,3 Milliarden Fahrgäste pro Jahr können mit U-Bahn, Bim und Bus befördert.

Die mögliche Reduktion des Autoverkehrs kann durch den U2-/U5-Ausbau jährlich bis zu 75.000 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht der Umweltleistung eines Waldes mit sechs Millionen Bäumen auf einer Fläche der gesamten Donaustadt, oder der Bezirke 1 bis 11 zusammengerechnet.

Philipp Wagner
Philipp Wagner
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