17.08.2021 12:05 |

Hilfszahlung aus EU

Tropensturm „Grace“: Regen überschwemmte Haiti

Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti, dem über 1400 Menschen zum Opfer fielen (siehe Video oben), wurde die betreffende Region im Südwesten von einem neuerlichen Drama heimgesucht. Inmitten der Rettungseinsätze und Aufräumarbeiten hat sich Tropensturm „Grace“ dem Karibikstaat genähert und für Überschwemmungen gesorgt. Die Regierung warnte vor Erdrutschen. Die EU-Kommission kündigte Hilfszahlungen in Höhe von drei Millionen Euro an.

In einer Notunterkunft im Ort Les Cayes auf der Halbinsel Tiburon im Südwesten Haitis stand das Wasser knöchelhoch, wie auf Fotos vom Montagabend (Ortszeit) zu sehen ist. Völlig durchnässte Überlebende des Bebens vom Samstag suchten das Camp auf, ihr Hab und Gut teils in Säcken auf dem Kopf tragend, wie andere Bilder zeigten. Viele obdachlose gewordene Menschen übernachteten bisher im Freien.

Das Zentrum warnte vor Überschwemmungen und Erdrutschen in Teilen der Insel Hispaniola, auf der Haiti und die Dominikanische Republik liegen. Als Folge des Regens könnte das Wasser örtlich bis zu 25 Zentimeter Höhe erreichen, in Einzelfällen sogar bis zu 38 Zentimeter.

EU-Kommission kündigte drei Millionen Euro Hilfe an
Die EU-Kommission kündigte indes Hilfe in Höhe von zunächst drei Millionen Euro an. Das Geld solle etwa für medizinische Versorgung, Wasser-, Abwasser- und Hygienedienste sowie für Unterkünfte und Schutzmaßnahmen für die am stärksten betroffenen und benachteiligten Gemeinschaften eingesetzt werden. „Wir sind bereit, weitere Unterstützung zu leisten“, versicherte EU-Kommissar Janez Lenarcic.

Zahl der Erdbeben-Opfer auf 1419 gestiegen
Die Zahl der bestätigten Todesopfer des Erdbebens der Stärke 7,2 stieg mittlerweile auf 1419, teilte die Zivilschutzbehörde am Montag mit. Zahlreiche Menschen wurden noch in den Trümmern der vielen zerstörten Gebäude im Süden des Landes vermutet. Rund 6900 Menschen waren bei der Katastrophe am Samstag verletzt worden.

Mindestens 13.700 Häuser wurden nach Angaben der Zivilschutzbehörde zerstört und ebenso viele beschädigt. Mehr als 30.000 Familien seien betroffen. „Grace“ zieht indes mitWindgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometern pro Stunde gen Westen Richtung Jamaika weiter, teilte das US-Hurrikanzentrum Dienstagfrüh (Ortszeit) mit.

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