Spätestens am ersten März-Wochenende will Salzburg den Anschluss an die Tabellenspitze gefunden haben. Derzeit allerdings mangelt es an Effizienz. Salzburg hält bei 24 Toren in 21 Spielen, nur die Nachzügler Mattersburg und LASK haben weniger Tore erzielt. Lediglich Roman Wallner, der Salzburg am Sonntag mit seinem zehnten Saisontreffer in Führung gebracht hat (35.), trifft regelmäßig.
Stevens: "Wir sind nicht clever genug"
"Das 1:1 ist nicht das Problem, das Problem ist, dass wir unsere Chancen nicht verwerten", meinte daher auch Trainer Huub Stevens. "Wir sind auch nicht clever genug. Wir haben uns durch die zwei Roten Karten und die Verletzung von Sekagya durcheinanderbringen lassen und auch bei Standards nicht aufgepasst. Schade, weil wir die Chance hatten, das Spiel nach Hause zu bringen. Wir haben unsere Chancen nicht genützt. Dann verdient man auch nicht zu gewinnen", sagte Stevens.
Immerhin war es ja auch nicht das erste Spiel dieser Saison, in dem Salzburg eine Führung nicht halten konnte. Fünfmal inklusive Europacup gab es nach einer 1:0-Führung nur ein 1:1. "Wenn man den Deckel nicht draufmacht, kommt so etwas raus. Aus dieser Spirale kommen wir nur mit Siegen heraus", meinte Red-Bull-Fußballchef Dietmar Beiersdorfer. Für dieses Vorhaben wird zumindest in den nächsten vier Wochen Ibrahim Sekagya fehlen. Der Innenverteidiger aus Uganda zog sich bei einem Foul von Rapid-Stürmer Jan Vennegoor van Hesselink einen Bänder- und Sehneneinriss am rechten äußeren Sprunggelenk zu, wie die Untersuchung bei Klubarzt Helmut Klampfer am Montag ergab. Eine Operation ist nicht nötig.
Auch Rapid träumt noch vom Meistertitel
Rapid hingegen hat mittlerweile neun Zähler Rückstand auf Tabellenführer Ried, die Hoffnung auf Platz eins haben aber auch die Hütteldorfer noch nicht aufgegeben. "Ich schreibe den Meistertitel nicht ab. Der Abstand ist leider schon sehr groß, aber jeder spielt noch gegen jeden", betonte Peter Pacult. Denn der Rapid-Trainer konnte dem Remis auch durchaus Positives abgewinnen.
Immerhin holte sein Team in Unterzahl einen Auswärtspunkt beim Titelverteidiger. "Ein Punkt ist nicht das Optimale, aber aufgrund der Umstände kann man zufrieden sein. Auf diese Leistung können wir aufbauen, so wie auf Hofmann. Er hat nach seiner Einwechslung eine ansprechende Leistung geboten", sagte Pacult. Der lange verletzt gewesene Kapitän Steffen Hofmann war zur Pause eingewechselt worden und kurbelte danach das Spiel seiner Mannschaft an.
Payer hofft auf Zusatz-Motivation durch das 1:1
Auch Torhüter Helge Payer gab eine Kampfansage ab. "Gegen Salzburg mit neun Mann ein Unentschieden zu holen, muss uns Motivation für die nächsten Runden geben und Kräfte frei machen. Jetzt können sich gegen uns alle warm anziehen", erklärte er vor den kommenden drei Partien innerhalb von neun Tagen gegen Kapfenberg (h), Mattersburg (a) und Ried (h).









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