06.07.2021 04:17 |

Dramatische Szenen

Schlepper raste davon: Überschlag auf Feldweg

Dramatische Szenen spielten sich bei einem Einsatz in Klostermarienberg im Burgenland ab. Als Soldaten einen verdächtigen Wagen kontrollieren wollten, stieg der mutmaßliche Schlepper aufs Gas und raste davon. Eine Bundesheerstreife nahm die Verfolgung auf, doch der Lenker konnte entkommen. Weit kam der Flüchtige nicht: Auf einem Feldweg überschlug er sich mit dem Pkw - per Helikopter ins Spital!

Erstmals aufgefallen war das vermeintliche Schlepperfahrzeug zwei Radfahrern. Die beiden hatten auf einem Forstweg in Klostermarienberg Flüchtlinge beobachtet, ganz in der Nähe parkte der schwarze Pkw mit deutschem Unterscheidungskennzeichen.

Bundesheer alarmiert
Die Ausflügler alarmierten das Bundesheer. Als Soldaten den Mann am Steuer des verdächtigen Wagens überprüfen wollten, ergriff er die Flucht. Er gab Vollgas, brauste durch die Schulgasse. Sofort verfolgte die Bundesheerstreife den Raser, doch er entkam. Er wurde erst wieder bemerkt, als die Soldaten auf einem Feldweg eine meterhohe Staubwolke aufsteigen sahen, verursacht durch den mutmaßlichen Schlepper.

Mit Pkw überschlagen
Im Höllentempo hatte er sich mit dem Pkw überschlagen. Das Auto landete auf dem Dach. Die Heeresangehörigen bargen den Lenker. „Das Unfallopfer wollte sich aber nicht helfen lassen“, berichtet Patrick Weninger, Oberwachtmeister vom Assistenzzug Großmutschen.

Keine Hilfe angenommen
Als ein Soldat dem Verletzten etwas zum Trinken gab, sagte dieser nur in gebrochenem Deutsch, „Ich will das nicht. Ich bin doch kein Tier“. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der widerspenstige Patient mit dem Helikopter Christophorus 16 ins Spital Oberwart geflogen.

Unter Polizeibewachung
Dort stand er unter Polizeibewachung. Bei ihm wurden 1600 Euro gefunden. Im Wrack lagen Rucksäcke mit Kleidung, syrische Reisepässe, Handys, Messer. Die Einvernahme des Verdächtigen war vorerst nicht möglich.

Weiterer Aufgriff
Einen Kastenwagen voller Migranten stoppten Soldaten zudem auf der Landesstraße in Deutschkreutz. Die 13 Flüchtlinge aus Somalia, Palästina und Syrien, darunter zwei Frauen, hockten zusammengepfercht im Frachtraum. Der niederländische Schlepper wurde festgenommen.

Karl Grammer
Karl Grammer
Christian Schulter
Christian Schulter
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