26.06.2021 09:59 |

Truppenbesuch

Verteidigungsministerin auf Herkules-Tour

Eine wahre Herkules-Tour hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (oben im Video-Interview) diese Woche zu den drei größten Auslandskontingenten unseres Bundesheeres unternommen: In vier Tagen stattete sie dem EUFOR-Kommando in Bosnien-Herzegowina, den 338 KFOR-Soldaten im Kosovo sowie den Blauhelmen im Libanon einen Besuch ab.

Das strategische Ziel der Reise: ein Lagebild von den brisanten Einsätzen zu erhalten. Und dabei zeigte die Ministerin als zierliche Zivilistin keine Scheu vor schwerem Militärgerät. Angereist wurde mit der Hercules-Transportmaschine, Verlegungen erfolgten per Helikopter oder im gepanzerten Pandur. Und: In kritischen Regionen wie im Libanon erforderte die angespannte Lage massiven Personenschutz durch bewaffnete Bodyguards.

„Österreich kann stolz auf seine Soldaten im Ausland sein. Sie sichern den Frieden vor unserer Haustür und in heiklen Regionen“, erklärte Tanner.

Schon in Sarajewo zeigte sich, wie wichtig und richtig der rot-weiß-rote Einsatz von 291 Kameraden unter EU-Kommando ist. Schließlich garantiert ein bilaterales Ausbildungsabkommen beste soldatische Kameradschaft zwischen den Ländern.

Im Kosovo wiederum spiegelt die mittlerweile spürbare Friedenssituation den Erfolg von 22 Jahren militärischer Präsenz wider.

Ministerin Tanner über Reformen, Budget und Nähe zur Truppe:

Besonders spannend dann der Lokalaugenschein im Libanon, ein Pulverfass im Nahen Osten. An der Grenze im Südwesten sichern 204 österreichische Blauhelme gemeinsam mit 11.600 Soldaten aus 40 Nationen das Gebiet. Der Auftrag: die Wiederaufnahme der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Libanon verhindern.

Christoph Matzl
Christoph Matzl
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