Trotz hoher Strafen

Immer mehr Alko-Lenker fahren ohne Führerschein

Kärnten
06.02.2011 17:31
Schon am frühen Samstagabend hatte es ein Angestellter in Klagenfurt auf 1,4 Promille gebracht. Polizisten konnten dem 46-Jährigen den Führerschein gar nicht abnehmen – weil ihm dieser schon vor Jahren entzogen wurde! Solche Fälle sind keine Seltenheit mehr. Immer mehr Unbelehrbare fahren blau und quasi schwarz gleichzeitig und häufen im Laufe der Zeit hohe Schuldenberge an.

Solange kein Unfall passiert, solange niemand zu Schaden kommt, ist ja Fahren unter Alkoholeinfluss oder auch ohne Führerschein nur eine Verwaltungsübertretung. "Deswegen bleibt es auch bei Verwaltungsstrafen", weiß der Klagenfurter Polizeijurist Friedrich Hrast.

Diese fangen bei rund 2.000 Euro an, können sich aber bei Wiederholungstätern auf bis zu 8.000 Euro belaufen. "Da haben wir dann etliche Kandidaten, die das Geld natürlich nicht haben und ihre Strafen deshalb absitzen müssen", so Hrast weiter. Doch da gibt's besondere Bestimmungen: Pro Halbjahr dürfen höchstens 42 Tage wegen Verwaltungsstrafen hinter Gittern verbracht werden.

"So kommen unsere Dauergäste nie von den Schuldenbergen herunter. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie immer wieder blau und ohne Lenkerberechtigung erwischt werden, ist hoch." Mit bis zu 30.000 Euro stünden einige Klagenfurter bei der Polizei schon in der Kreide.

Unfall mit 2,14 Promille
Teuer wird auch ein Alkounfall, den Sonntag früh ein 28-Jähriger verursacht hat: Er krachte in Waidmannsdorf mit seinem Wagen gegen eine Schrankenanlage der ÖBB – diese wurde schwerstens beschädigt, der Zugverkehr beeinträchtigt, der Lenker selbst leicht verletzt. Er hatte 2,14 Promille intus und den Führerschein nicht bei sich.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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