23.06.2021 06:28 |

Auch Barca protestiert

Regenbogen-Ärger: Hummels und Löw setzen Zeichen

Vor letztem Gruppenspiel attackierte die Stadt München die UEFA wegen eines fragwürdigen Verbotes des Verbandes. Auch aus der Welt der Politik kamen vehemente Reaktionen. Jetzt setzen die beiden Weltmeister Mats Hummels und der deutsche Teamchef Joachim Löw ein Zeichen gegen Homophobie und für die regenbogenähnliche Einfärbung der Allianz-Arena. Auch der FC Barcelona protestierte gegen die UEFA-Entscheidung.

Während die zuletzt angeschlagenen deutschen Teamspieler Mats Hummels und Ilkay Gündogan Entwarnung gaben, ist ein Einsatz von Thomas Müller (Knieblessur) heute gegen Ungarn unwahrscheinlich. Für ihn wird vermutlich Leon Goretzka spielen. Schon ein Punkt genügt Deutschland für das Achtelfinale.Aber, als ob es für Deutschland nicht ums Weiterkommen gehen würde sprechen alle von der Absage der UEFA an München.

Für Empörung sorgte bei Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter das Verbot der UEFA, die Arena beim Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Das sei „beschämend“. Er kritisierte auch den Deutschen Fußball-Bund: „Ich finde es enttäuschend, dass der DFB sich nicht in der Lage sehen wollte, dieses Ergebnis zu beeinflussen.“

München wird andere Zeichen gegen ein von Ungarn verabschiedetes Gesetz, das Rechte von homosexuellen Jugendlichen einschränkt, setzen. DFB-Interimspräsident Rainer Koch: „Das ist eine politische Aktion. Da die UEFA politisch und religiös neutral ist, musste sie diese Anfrage aus der Münchener Politik ablehnen.“ Dafür sollen andere deutsche Arenen bunt erstrahlen. 

Wichtige Zeichen
Indes setzten sowohl Joachim Löw als auch Mats Hummels wichtige Zeichen gegen Homophobie. Der Verteidiger erschien mit einem bunten T-Shirt mit der Aufschrift „Love unites“ - Liebe verbindet. „Ich bin absoluter Freund davon, wenn man Botschaften dieser Art in die Welt sendet“, meinte er. Und der Bundestrainer sagte laut „Bild“: „Grundsätzlich hätte ich mich persönlich sehr gefreut, wenn man das Stadion in diesen Farben beleuchtet hätte, wenn die Lichter angegangen wären. Wichtig ist für mich jedoch bei aller Symbolik, dass diese Werte auch gelebt werden.“

Stadien in Rot-Weiß-Grün
Aus Ungarn könnte Premier Viktor Orban im Münchner Stadion dabeisein. Und: Die ungarischen Stadien sollen auf Anweisung der Regierung in den Nationalfarben Rot-Weiß-Grün leuchten. Und auf Twitter schreibt England-WM-Torschützenkönig Gary Lineker (oben im Bild) an München, sie sollen auf die Strafe pfeifen: „Riskiert es!“.

Kronen Zeitung, krone.at

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