Anzeige & Waffenverbot

Bauer schoss mit Schrotflinte auf Rehkitz-Drohne

Kärnten
13.06.2021 07:16

Weil er sich durch eine Drohne gestört gefühlt hatte, zückte ein wütender Bauer bei Bleiburg sein Gewehr und feuerte zweimal auf das Fluggerät. Drohnenpilot Benjamin Jöres und seine Begleiter kamen mit dem Schrecken davon. Die Drohne war auf einer Nachbarwiese im Einsatz, um Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.

„Die Jägerschaft hatte mich beauftragt, die Wiese mit der Drohne abzufliegen, um Rehkitze im hohen Gras zu finden“, berichtet Drohnenpilot Benjamin Jöres, der sich heuer vor Aufträgen kaum retten kann. Zahlreiche Kitze konnten bereits vor dem Tod bewahrt werden. „Ich habe nur die Schüsse gehört, weil ich ja auf den Monitor geschaut habe. Der Jäger und seine Familie, die mich begleitet hatten, wurden Zeugen des Vorfalles.“

Jedes Jahr werden durch den Einsatz von Drohnen zahlreiche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet. (Bild: Weishaupt)
Jedes Jahr werden durch den Einsatz von Drohnen zahlreiche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet.

Bauer feuerte auf Drohne
Ein Landwirt (51) hatte sich Samstagfrüh durch die Drohne gestört gefühlt und mit seinem Schrotgewehr zweimal auf das Fluggerät geschossen. „Der Bauer hatte zuerst behauptet, ich sei über sein Grundstück geflogen. Ich konnte aber aufgrund der GPS-Daten beweisen, dass dem nicht so war“, betont Jöres. Er konnte seine Drohne noch landen, musste dann aber im Gehäuse zwei Einschusslöcher feststellen.

Waffenverbot & Anzeige
Der Landwirt wurde angezeigt. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. Seine Jagdwaffen wurden ihm abgenommen. Er wird auch wegen Sachbeschädigung angezeigt. Benjamin Jöres wird trotzdem weiter nach Rehkitzen suchen. „Im vorigen Jahr hatte ich im Schnitt ein bis zwei Einsätze pro Tag. Heuer sind es fünf bis sechs.“

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