12.06.2021 22:29 |

Corona-Neuinfektionen

Johnson wegen Delta-Variante „sehr besorgt“

Die Delta-Variante des Coronavirus lässt derzeit in Großbritannien die Fallzahlen erneut stark ansteigen und lässt auch die Sorgenfalten des Premiers tiefer werden. Boris Johnson zweifelt mittlerweile sogar an, dass die Corona-Beschränkungen im Vereinigten Königreich wie geplant in wenigen Tagen vollständig aufgehoben werden können.

Diese zuerst in Indien aufgetretene Virus-Variante sei ansteckender, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News am Rande des G7-Gipfels in Cornwall. Es gebe sowohl einen Anstieg der Corona-Fallzahlen als auch der Zahl der Corona-Patienten in den Spitälern. Zurzeit werden in Großbritannien täglich mehr als 7000 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie zuletzt im Februar. Zwar sei noch unklar, in welchen Maß diese Entwicklung zu einer erhöhten Sterblichkeit führen werde, die derzeitige Lage sei aber „sehr besorgniserregend“, betonte Johnson.

Die Zuversicht schwindet
Der konservative Regierungschef zeigte sich am Samstag weniger zuversichtlich als noch Ende Mai. Eine Entscheidung, ob die Pandemiemaßnahmen am 21. Juni gestrichen werden, sei noch nicht gefallen. Für Montag ist eine Stellungnahme angekündigt worden.

Delta-Variante macht 90 Prozent der Neuinfektionen aus
Die Delta-Variante könnte nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden um 60 Prozent ansteckender als die bisher in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante. Die Delta-Variante breitete sich in Großbritannien zuletzt stark aus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde Public Health England wurden landesweit bis Freitag 42.323 Infektionen mit der Delta-Variante nachgewiesen. Das waren 29.892 Fälle mehr als noch vor einer Woche. Damit macht die Delta-Variante inzwischen mehr als 90 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien aus. Unterdessen steigt auch in Österreich die Zahl der mit der Delta-Variante infizierten Personen.

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