"Krone": Seit Samstag bist du in Innsbruck - deine ersten Eindrücke?
Carlos Merino: Ich friere und friere! Es ist wirklich kalt hier. Da freu ich mich schon auf die Monate, in denen es ein wenig wärmer wird. Hoffentlich bald.
"Krone": Und die ersten Eindrücke von der Mannschaft?
Merino: Ich habe im Camp in Side gesehen, dass viele Spieler mit hoher Qualität vorhanden sind - sowohl physisch als auch technisch.
"Krone": Von Carlos Merino wird in Innsbruck viel erwartet - von Trainer, Mitspielern und den Fans. Ist der Druck, die Regisseur-Rolle zu übernehmen, sehr groß?
Merino: Absolut nicht. Mich hat diese Position seit jeher immer gereizt. Klar fehlt mir nach sechs vertragslosen Monaten noch Spielpraxis, aber die will ich schnell wettmachen. Zumindest versuche ich in vielen Extraschichten - im Fitnessstudio oder bei Waldläufen - mich körperlich dafür in Schuss zu bringen.
"Krone": Apropos vertragslos - wie gut tut es wieder im Rampenlicht zu stehen?
Merino: Meine Seele jubelt! Es ist gut zu wissen, dass man gebraucht wird. Die jüngste Vergangenheit war eine schwere Zeit, zumal Fußball für mich Job und Hobby ist - und ich nicht viel tun konnte.
"Krone": ...wie in deinen Primera-Division-Partien gegen Barcelona und Real Madrid?
Merino: Für viele sind diese Spiele ein Traum - für mich waren sie der Albtraum! Da sind wir nur im Kreis gelaufen. Das Aufregendste für mich war eindeutig das Debüt bei Atletico Bilbao.
"Krone": Aber nun hast du dein Heimatland - sportlich gesehen - nicht mehr in bester Erinnerung?
Merino: Richtig. Die Klubs kränkeln, von der dritten bis in die erste Liga haben viele Vereine Geldprobleme. Albacete, meine letzte Station, schuldet mir immer noch viel Geld.
"Krone": Zurück nach Österreich. Wie viel weißt du von der Bundesliga Bescheid?
Merino: Nicht viel. Aber Inaki bringt mich täglich Stück für Stück etwas näher.
"Krone": Wie deine Sprachlehrerin ab nächster Woche dem Deutschen...
Merino: Um mich schnell zu integrieren muss ich die Sprache können. Das hab ich schon bei meinem ersten Auslandsengagement in Nottingham gemerkt. Aber durch die Erfahrung in England werde ich mir in Österreich sicher leichter tun. Hoffentlich.
Interview: Gernot Gsellmann









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