10.06.2021 15:41 |

746.146 Todesfälle

Italien: Höchste Sterblichkeitsrate seit 1945

Im Jahr 2020 wurden in Italien 746.146 Todesfälle verzeichnet. Das ist der höchste Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Zwischenzeitlich gehörte unser südliches Nachbarland zu den Corona-Krisenherden in Europa, in einzelnen Regionen wie der Lombardei - unter anderem in Bergamo - war die Lage dramatisch. Ein Bericht des Statistikamts Istat zeigt nun auf, dass die Sterblichkeitsrate um neun Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre gestiegen ist.

Laut dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht seien 2020 insgesamt 100.526 Todesfälle mehr als durchschnittlich im Zeitraum 2015 bis 2019 gemeldet worden. Die Regionen mit dem höchsten Anstieg der Todesfälle waren Piemont, Aostatal, Lombardei und Trentino.

Video (von März 2020): Dramatische Lage in Bergamo 

Jeder fünfte Tote zwischen 65 und 79 Jahre alt
Seit Beginn der Pandemie in Italien im Februar 2020 wurden mehr als vier Millionen Menschen positiv getestet. 120.628 Personen sind bis zum 30. April an oder mit dem Coronavirus gestorben. Jedes fünfte Todesopfer gehörte der Altersgruppe zwischen 65 und 79 Jahren an.

Italien startet (Urlaubs-)Offensive
Nun entspannt sich die Lage zusehends, auch Urlauber sind wieder willkommen. Corona-freie Züge und Flüge und Inseln sollen den Tourismus ankurbeln, auch der Grüne Pass soll bald eingeführt werden. Kürzlich wurde ein Impf-Rekord mit mehr als 600.000 „Jaukerln“ an einem Tag vermerkt. Der Urlaubsort Jesolo entschädigt Reisende sogar im Falle von Schlechtwetter, um möglichst viele Gäste anzulocken.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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