08.06.2021 14:18 |

Treffen mit Draghi

Van der Bellen: „Sind auf einem guten Weg“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hält sich derzeit in Italien auf. Nachdem er am Montag eine Audienz beim Papst im Vatikan genoss und dem kirchlichen Oberhaupt - symbolisch - eine Ziegenherde als Gastgeschenk überreichte, stand als nächster Programmpunkt ein Zusammentreffen mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella an (siehe Video oben). Am Dienstag wurde in Rom erneut politisiert, traf er doch Premier Mario Draghi, dem er „alles Glück der Welt“ wünschte, zum freundschaftlichen Austausch. Man verblieb in gutem Einvernehmen.

Van der Bellen gab Italien „gute Chancen“, mit dem seit Februar amtierenden Premier Draghi erfolgreich aus der Corona-Krise zu kommen. Draghi sei sicher der Richtige, um notwendige Reformen umzusetzen. Diese seien wohl auch notwendig, um das milliardenschwere EU-Wiederaufbaukonzept umzusetzen, meinte Van der Bellen und nannte als Beispiel das Nord-Süd-Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden Italiens.

Österreich habe jedenfalls großes Interesse daran, „dass es Italien gut geht" und dass sich die Wirtschaft erhole, unterstrich Van der Bellen und verwies auf die engen ökonomischen Verflechtungen beider Länder. Allein das Volumen des Handels Österreichs mit der italienischen Region Lombardei übertreffe jenes mit Russland, erinnerte er.

Bilder von Van der Bellens Aufenthalt in Rom und im Vatikan:

„Io sono tirolese“ („Ich bin Tiroler“)
Zum Abschluss seiner Reise nach Rom traf sich Van der Bellen auch mit Südtiroler Abgeordneten. Beim Thema Südtirol ist weiter die Frage einer generellen Amnestie der noch lebenden „Pusterer Buam“ offen. Van der Bellen unterstrich, man sei „seit Jahren“ über dieses Thema im Gespräch: „Ich möchte nichts verschreien, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“ In Kennedy-Manier brachte er Draghi gegenüber seine persönliche Verbundenheit zu dem Thema zum Ausdruck: „Io sono tirolese“ („Ich bin Tiroler“), ließ er ihn wissen.

Video: Der Bundespräsident im Vatikan

Begleitet wurde der Bundespräsident in Rom von seiner Ehefrau Doris Schmidauer sowie den Ministerinnen Karoline Edtstadler (Europa/EU/ÖVP) und Leonore Gewessler (Umwelt/Grüne). Für den späten Dienstagabend ist für den Großteil der Delegation der Rückflug nach Wien vorgesehen. Nicht an Bord wird Ministerin Gewessler sein, die umweltbewusst den Nachtzug nimmt. Zuvor trifft sie noch den italienischen Verkehrsminister Enrico Giovannini.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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