05.05.2021 12:09 |

Mehrkampfmeeting

Götzis ohne ÖLV-Asse, aber mit starker Besetzung

Das Mehrkampfmeeting in Götzis muss bei seiner Neuauflage nach einjähriger Corona-Pause ohne die österreichischen Topathletinnen Ivona Dadic, Verena Preiner und Sarah Lagger auskommen. Auch Zehnkämpfer Dominik Distelberger wird beim heimischen Traditionsevent diesmal nicht am Start sein. Sehr wohl aber etliche internationale Asse, die am 29. und 30. Mai einen Olympiahärtetest absolvieren oder sich noch für die Sommerspiele qualifizieren wollen.

Angeführt wird das Feld von der US-Amerikanerin Erica Bougard und dem deutschen Weltmeister Niklas Kaul. „Ich freue mich sehr, in Götzis meinen ersten Zehnkampf nach 19 Monaten machen zu können“, betonte Kaul bei einem Medientermin am Mittwoch. Sein Formaufbau in Richtung erhoffter Olympiamedaille sei vielversprechend. In Tokio will Kaul seine Bestleistung möglichst auf über 8700 Punkte steigern, in Götzis hofft er auf 8500.

Das Teilnehmerfeld ist aufgrund einiger Corona-Fragezeichen noch nicht fix, es wird kurzfristig noch Änderungen geben. Probleme bereiten beispielsweise weiterhin geltende internationale Flugverbote und Quarantänebestimmungen.

Wie das ÖLV-Frauentrio werden auch Olympiasiegerin Nafissatou Thiam und Katarina Johnson-Thompson im Möslestadion fehlen. Die Belgierin bestreitet wie Dadic vor Tokio keinen Mehrkampf mehr, die britische Weltmeisterin ist auf dem Weg zurück von einer schweren Verletzung nicht weit genug.

Die WM-Dritte Preiner tritt nach einer überstandenen Knöchelblessur erst Ende Juni in Ratingen zu ihrem einzigen Mehrkampf vor Olympia an. Die ebenfalls bereits für das Großereignis qualifizierte Dadic beschränkt sich vorher auf Einzelwettkämpfe. Lagger will es Mitte Juni über das Meeting im spanischen Arona noch nach Tokio schaffen. Distelberger ist nach einer weiteren Verletzung für Götzis noch nicht fit genug, auch er plant ein Antreten in Arona.

Das Meeting in Vorarlberg wird mit einer eingeschränkten Zuschauerzahl von maximal 500 auf zugewiesenen Sitzplätzen und den mittlerweile üblichen Corona-Sicherheitsvorkehrungen samt Tests und der Einteilung in abgetrennte Zonen für bestimmte Personenkreise über die Bühne gehen. Trotz der fehlenden 120.000 Euro an sonstigen Zuschauereinnahmen könne man dank anhaltender Unterstützung der Sponsoren sowie Förderungen und Bundeszuschüssen ausgeglichen budgetieren, so die Veranstalter.

krone Sport
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