Mordversuchs-Prozess

Acht Messerstiche waren angeblich „ein Versehen“

Um die Besuchsregelung für den gemeinsamen zweijährigen Sohn ging es im Streit zwischen der Mutter (17) und dem Vater, einem 20-jährigen Asylwerber aus Afghanistan. Mit acht Messerstichen vor allem am Hals soll der junge Vater dabei seine Freundin verletzt haben. Die Staatsanwältin spricht beim Geschworenenprozess in Linz von Mordversuch, der Angeklagte von „einem Versehen“.

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Der Angeklagte wirkt noch recht grün hinter den Ohren. In Kabul hat er keine Schule besucht, nach Kursen versteht er die deutsche Sprache, lesen und schreiben kann er sie nicht. Seine Vaterrolle scheint er ernst zu nehmen.

Streit um Besuche beim Sohn
Als die Kindesmutter am 18. Oktober im Streit ankündigte, dass sie die Trennung wolle, habe er Angst gehabt, dass er nun seinen Sohn nicht mehr sehen darf, erklärt der Verteidiger das Tatmotiv.

Gerangel mit Messer
Vor Richter Ralf Sigl legte der Afghane ein Tatsachengeständnis zu den Messerstichen ab. Das Messer sei irgendwie im Hals gelandet, bestreitet er jede Tötungsabsicht. „Es gab ein Gerangel. In diesem Tumult hat das Messer ihren Hals erwischt.“ Achtmal soll er mit zwei Messern zugestochen haben.

Opfer musste sagen, dass es sich selbst verletzt hatte
Die Rettung durfte die 17-Jährige erst verständigen, nachdem sie dem Angreifer versprochen hatte, auszusagen, dass sie sich selbst verletzt habe. Erst als sie sich im Spital in Sicherheit wähnte, erzählte sie, was wirklich passiert war.

Im Spital ausgezuckt
Auch der Angeklagte landete im Krankenhaus, wo er auszuckte: Er werde ein Blutbad anrichten, soll er dort gedroht haben: vertagt.

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