16.04.2021 20:40 |

Nach Sanktionen

Russland: Einreisesperre gegen zwei US-Minister

Als Reaktion auf die Ausweisung von zehn russischen Diplomaten aus den USA hat Russland am Freitag gegen hochrangige US-Regierungsvertreter eine Einreisesperre verhängt. Unter ihnen sind mit US-Justizminister Merrick Garland und Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas auch zwei Kabinettsmitglieder. Das teilte das russische Außenministerium mit.

Auch die US-Geheimdienstdirektorin Avril Haines und der Chef der US-Bundespolizei FBI, Christopher Wray, dürfen nicht mehr nach Russland reisen. Weitere Einreiseverbote wurden den Angaben zufolge gegen die innenpolitische Beraterin von US-Präsident Joe Biden, Susan Rice, den Chef der US-Strafvollzugsbehörde, Michael Carjaval, den früheren Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und den ehemaligen CIA-Chef Robert Wolsey verhängt.

13 Diplomaten des Landes verwiesen
Zuvor hatte Russland bereits die Ausweisung von zehn US-Diplomaten angekündigt. Auch drei Diplomaten aus Polen wurden des Landes verweisen. Dem US-Botschafter John Sullivan sei zudem geraten worden, zu „ernsthaften Konsultationen“ nach Washington zu reisen, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in Moskau.

Zuvor hatte die Regierung in Moskau die Ankündigung von US-Präsident Biden, die Spannungen zwischen beiden Ländern nicht weiter zu verschärfen, begrüßt. Präsident Wladimir Putin habe wiederholt erklärt, dass Russland zum Ausbau der Gespräche bereit sei, wenn andere ebenso dazu bereit seien, sagte ein Sprecher. Putins überzeugte Position sei, dass die Beziehungen zwischen Ländern nicht eskalieren sollten. „In dieser Hinsicht ist es positiv, dass die Ansichten beider Staatschefs übereinstimmen“, sagte Sprecher Dmitri Peskow.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).