05.03.2021 08:00 |

Tipps von Expertinnen

Endlich wieder Herrin über die Zeit sein

Das Jahr 2020 und die ersten Wochen von 2021 haben viel an die Oberfläche gebracht: Mütter machen einen unglaublichen Job, bleiben aber oft selbst auf der Strecke. Selbstfürsorge soll nicht länger ein Modewort bleiben und ist nicht mit einem Schaumbad und Kerzenduft getan. Sonst droht irgendwann die totale Erschöpfung. Zwei österreichische Autorinnen machen nun Müttern Mut zu mehr Selbstfürsorge und damit Selbstliebe. Im dritten Video mit Tipps der beiden Expertinnen geht es um das Zeitmanagement - was ist wichtig, gar dringend und was hat noch Zeit?

Während heute fast immer die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen, motivieren die Eltern-Bloggerin Daniela Gaigg (diekleineBotin.at) und Lifecoach Linda Syllaba (Beziehungshaus.at) in ihrem jüngsten Wurf („Selfcare für Mamas“, Beltz Verlag, ab 10. 3. im Buchhandel), die Reihenfolge der Fürsorge auch einmal umzudrehen. 

Aus dem Missverständnis um bedürfnisorientierte Erziehung hat sich der Ansicht der Autorinnen zufolge ein großes Problem ergeben: Eltern, die sich selbst in der Erziehung verlieren, weil sie nur noch um ihre Kinder kreisen. Dadurch geraten Kinder zwangsläufig in den Mittelpunkt der Familie. Der Nabel der Welt zu sein tut Kindern wie auch allen anderen Familienmitgliedern aber nicht gut.

Für krone.at unterhalten sich die beiden bei Wien lebenden Mütter über wichtige Themen. Eben auch über die Wichtigkeit der Selbstfürsorge. Wir sollten weder das Zahlen unserer Stromrechnung noch die Pflege unserer Selbstfürsorge zu lange vor uns herschieben. Aber das, was nicht wirklich wichtig und dringend ist, kann besonders in stressigen Zeiten getrost weggelassen werden. Wie zum Beispiel, wenn der Nachbar länger plaudern möchte. Wenn alles wieder rund läuft, dürfen auch solche Dinge Platz finden - wenn man mag.

Idealerweise sollte nichts Wichtiges jemals dringend werden. Dringlichkeit beschreibt die rein zeitliche Komponente, während die Wichtigkeit den Nutzen einer Sache betrifft. Bedürfnisse zu erfüllen ist immer wichtig, aber nicht immer dringend, je nachdem, um welches Bedürfnis es gerade geht. Die Stromrechnung zu bezahlen ist wichtig und terminiert. Solange wir sie rechtzeitig einzahlen, ist sie nicht dringend. Haben wir jedoch auf sie vergessen, geht irgendwann der Strom aus, und der Handlungsbedarf wird dringend, weil etwas Wichtiges fehlt. So ist es auch mit der Selbstfürsorge. Sie ist wirklich wichtig, sollte jedoch nie dringend werden. Alles ganz simpel, trotzdem tun die Autorinnen gut daran, Frauen wieder daran zu erinnern, auch „nein“ sagen zu dürfen. Zumindest zu Dingen, die nicht ganz so wichtig oder dringend sind. Vielleicht wird man so wieder Herrin über die eigene Zeit…

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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