Eltern-Bedenken

Masken in Schulen bleiben weiterhin ein Reizthema

In Oberösterreich wurden bereits 163.379 Schüler getestet. Nur 1,4 Prozent der Eltern lehnen es ab. Größer ist der Widerstand gegen die Maske am Sitzplatz, diese bringt beispielsweise eine Mühlviertler Mutter in Rage.

In der ersten Schulwoche wurden in OÖ insgesamt 163.379 Schüler getestet, nur 38 waren positiv - siehe auch Seiten 18/19. Lediglich 1,4 Prozent der Eltern lehnten den Nasenbohrer-Test bei ihren Kindern ab -in Volksschulen sind das rund 1150, in Unterstufen rund 371 Kinder.

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Das Schulwesen ist bis dato nicht in der Lage, gemeinsam mit Betroffenen – also mit uns Eltern – Lösungen zu erstellen. Mit dem Schichtbetrieb endet endlich ein furchtbarer Zustand.

Peter Androsch, Elternvertreter in Linz

„Wurden nie eingebunden“
Peter Androsch, Vater von zwei Kindern: „Ich finde die Tests nicht schlecht. Ich habe selbst welche für uns als Familie zu Hause, die wir einsetzen, bevor wir ins Museum gehen.“ Sein jüngerer Sohn in der Unterstufe nehme das Selbsttesten mittlerweile locker. Auch dem Schichtbetrieb kann der Familienvater etwas abgewinnen: „Die Kinder sitzen nicht mehr stundenlang vor dem Bildschirm.“ Was ihn aufregt: „Wir Eltern wurden in Lösungen nie eingebunden, obwohl enorm viel von uns verlangt wird.“

Sohn müde vom Maskentragen
Dass Eltern im Corona-Schulbetrieb nie gefragt wurden, kritisiert auch Lisa Lackinger aus Sankt Gotthard, Bezirk Urfahr-Umgebung. Sie betont: „Ich wünsche mir Mitspracherecht.“
Wie einige andere Eltern hat auch sie kein Verständnis für die Maskenpflicht am Sitzplatz, obwohl getestet sowie gelüftet werde und ohnehin nur die halbe Klasse anwesend sei. „Mein Sohn leidet unter Nasenbluten. Und er ist müde, wenn er acht Stunden lang die Maske trägt“, berichtet sie. Lackinger trommelt nun Eltern zusammen, um Mitsprache beim Minister einzufordern.

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Viele Stunden mit Masken am Sitzplatz: Das ist meiner Meinung nach unseren Kindern nicht zumutbar. Ich wünsche mir, dass man für Schulen, die es anders wollen, Lösungen findet.

Lisa Lackinger, Mutter eines Mittelschülers

Infizierte werden leicht übersehen
Epidemiologen sprechen sich hingegen klar für einen Mund-Nasen-Schutz für Kinder im Unterricht aus. Grund: Nasenbohrer-Tests sind nur zu 56% sensitiv, infektiöse Kinder werden folglich leicht übersehen.

Elisabeth Rathenböck
Elisabeth Rathenböck
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Samstag, 17. April 2021
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