Hohes Risiko

Experte: „Der Wind ist Baumeister der Lawinen“

Kärnten
17.01.2021 07:12

Solche Lawinenabgänge passieren, wenn die Leute keine Ahnung haben und dorthin gehen, wohin sie nicht gehen sollen“, findet ein Lawinen-Experte im „Krone“-Gespräch klare Worte. Ein kurzer Blick in den Kärntner Lawinenbericht hätte gereicht, denn dort wurde auf die Gefahr von Triebschnee explizit hingewiesen...

Triebschnee entsteht durch Wind und dieser hat in den vergangenen Tagen auf den Bergen kräftig gewütet. Unter Bergsportlern gibt es deshalb den Merksatz: „Der Wind ist der Baumeister der Lawinen“.

Die Experten vom Lawinenwarndienst schauen sich die Schneedecken genau an; vor allem auch die Kristalle. (Bild: Hannes Wallner)
Die Experten vom Lawinenwarndienst schauen sich die Schneedecken genau an; vor allem auch die Kristalle.

Gefährlicher Triebschnee
Die Lawinenunglücke sind teils auf klassischen „Modebergen“ passiert, wo aktuell viele Leute unterwegs sind. „Die Lawinenwarnstufe ist in den Nockbergen und den Gurktaler Alpen über 1600 Metern Höhe erheblich“, so Willi Ertl vom Kärntner Lawinenwarndienst. Vor allem eben wegen des gefährlichen Triebschnees, der nicht mit der Altschneedecke verbunden ist und deshalb leicht ausgelöst werden kann.

Gestern mussten die Bergrettungen wieder ausrücken (Symbolfoto). (Bild: Christof Birbaumer / Kronenzeitung)
Gestern mussten die Bergrettungen wieder ausrücken (Symbolfoto).

Triebschnee erkennen
Triebschnee erkennt man, weil er matt, stumpf ist. „Die Neuschneekristalle funkeln in der Sonne, die des Triebschnees nicht, weil die Kristalle viel kleiner sind oder durch den Wind überhaupt zerschlagen wurden“, so Ertl. Um Lawinenabgänge zu verhindern, rät der Profi, sich mit dem Wetter auseinanderzusetzen. „Und bei stürmischem Wind sollte bei jedem die Alarmglocke läuten.“ 

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