Anschlag auf Flughafen

Mindestens 16 Tote bei Explosionen im Jemen

Ausland
30.12.2020 15:22

In der jemenitischen Stadt Aden sind am Mittwoch durch mehrere Explosionen mindestens 16 Menschen getötet verletzt worden. Dutzende Personen wurden verletzt. Die Detonationen ereigneten sich, als ein Flugzeug mit Mitgliedern der neuen Einheitsregierung landete und erste Passagiere ausstiegen.

Der Regierungschef und seine Mitglieder sind nach Angaben von Informationsminister Muammar Al-Eryani wohlauf. „Wir versichern unseren Leuten, dass alle Kabinettsmitglieder sicher sind“, schrieb dieser via Twitter. Es handle sich um einen „feigen Terroranschlag der vom Iran unterstützten Houthi-Miliz“. Durch die Explosion, die Augenzeugen zufolge von mehreren Schüssen begleitet wurde, gingen Fenster zu Bruch.

Explosion am Flughafen von Aden (Bild: AP)
Explosion am Flughafen von Aden
(Bild: AFP)
Explosion am Flughafen von Aden (Bild: AFP)
Explosion am Flughafen von Aden

Die Stadt Aden im Süden des Landes ist die provisorische Hauptstadt des Jemen. Mitte Dezember hatte sich unter Vermittlung von Saudi-Arabien eine neue Einheitsregierung zusammengeschlossen. Sie besteht aus Vertretern von Rebellen, die im Süden des Landes aktiv sind sowie Mitgliedern der früheren, von Riad unterstützten Regierung.

Beide Lager hatten jahrelang im Süden des Landes um die Macht gerungen. Am 18. Dezember entschieden sie, sich gegen die schiitischen Houthi-Rebellen im Norden des Landes zu verbünden. Diese kontrollieren unter anderem die Hauptstadt Sanaa.

Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hatte die 24 Minister der neu gebildeten Regierung am Samstag in einer Zeremonie in Saudi-Arabien vereidigt. Die neue Regierung wurde erst vor Kurzem unter Vermittlung von Saudi-Arabien nach einem Jahr Verhandlungen gebildet.

Das Land auf der Arabischen Halbinsel ist einer der ärmsten Staaten der Welt. Der Bürgerkrieg, in dem ein Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens seit 2015 gegen die Houthis kämpft, hat das Leid der Menschen noch deutlich vergrößert. 24 Millionen Menschen - rund 80 Prozent der Bevölkerung - sind heute auf irgendeine Form von humanitärer Hilfe angewiesen.

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