Lebensgefahr

Lkw-Reifen krachte in Gefangenentransporter

Dass es bei diesem Unfall keine Toten gab, grenzt für die Exekutive an ein Weihnachtswunder. Vom Sattelschlepper eines 59-Jährigen aus Amstetten hatten sich während der Fahrt auf der A…1 bei Weißkirchen/T. beide linken Antriebsräder gelöst. Ein Reifen wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert, traf einen mit 8 Gefangenen und 5 Justizbeamten besetzten Bus. Nur zwei Verletzte!

Es war ein technisches Gebrechen, das am Dienstag gegen 13.30 Uhr den lebensgefährlichen Unfall auf der A1 ausgelöst hatte. Am Sattelschlepper des Amstetteners (59) hatten sich plötzlich bei der Fahrt auf Höhe Weißkirchen/T. am linken Radantrieb die Zwillingsreifen selbstständig gemacht. Nur mit Müh und Not gelang es dem Fahrer, den Lkw am Pannenstreifen anhalten.
Ein nachkommender Pkw-Lenker (40) aus Linz überrollte Fahrzeugteile, die auf der Autobahn lagen. Sein Wagen wurde beschädigt, er selbst blieb aber unverletzt. Einer der Lkw-Reifen wurde aber auch über dieBetonmittelleitwand auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Zu dem Zeitpunkt kam dort gerade ein mit acht Häftlingen und fünf Justizwachebeamten besetzter Gefangenentransporter daher.

Ausweichmanöver
Dem Fahrer gelang es in letzter Sekunde gerade noch, mit seinem 12 Meter langen Justiz-Bus ein wenig auszuweichen, sodass der Reifen nicht frontal ins Cockpit krachte, den Bus nur seitlich auf Höhe der Fahrerkabine erwischte. Die seitliche Tür und die Seitenscheibe wurden schwer beschädigt, der Lenker (53) und sein Beifahrer (27) erlitten erstaunlicherweise nur leichte Verletzungen. Alle anderen Insassen überstanden den Unfall mit einem Schrecken.
Polizisten eskortierten den beschädigten Bus dann in die JA Asten.

Jürgen Pachner/Kronen Zeitung

Jürgen Pachner
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