13.12.2020 21:50 |

Teil-Lockdown vorbei

Italien: Massen in Stadtzentren, Regierung besorgt

Die italienische Regierung hat am Sonntag besorgt auf den Massenandrang von Menschen in den Einkaufsstraßen der Stadtzentren des Landes sowie in den Lokalen reagiert. In mehreren Regionen, die am Sonntag wieder mit der geringeren Corona-Warnstufe gelb eingestuft wurden, drängten sich Menschenmengen in den Shoppingmeilen, um Weihnachtseinkäufe zu machen. In Rom musste wegen starken Andrangs der Platz um den Trevi-Brunnen von der Polizei abgeriegelt werden.

Seit Sonntag sind die Regionen Lombardei, Piemont, Basilikata und Kalabrien wieder gelb. So konnten hier nach sechs Wochen Teil-Lockdown Geschäfte und Lokale wieder öffnen. Menschen versammelten sich in den Lokalen zum Aperitif.

Appelle der Politik blieben ungehört
„Je geringer die Restriktionen sind, desto mehr müssen sich die Bürger vernünftig verhalten“, warnte der lombardische Präsident Attilio Fontana. Sein Appell fiel nicht auf fruchtbaren Boden. In Rom zogen Familien und Gruppen durch die Innenstadt und bewunderten die beleuchteten Christbäume auf der Piazza Venezia sowie auf dem Petersplatz. Ähnliche Situationen gab es in Neapel und in Palermo. Auch in Mailand strömten Menschenmengen durch die Innenstadt.

„Unannehmbare Menschenansammlungen“
Der für die Coronavirus-Pandemie zuständige Regierungskommissar Domenico Arcuri sprach von „unannehmbaren Menschenansammlungen“ in den italienischen Städten. Die Gefahr sei, dass es im Jänner zu einer dritten Pandemiewelle komme, die sich Italien nicht erlauben könne.

Impfkampagne ab Mitte Jänner
Arcuri stellte am Sonntag die Anti-Covid-Impfkampagne vor, die voraussichtlich Mitte Jänner beginnen sollte. Alle Italiener sollen bis Ende September 2021 geimpft werden, meinte Arcuri.

Corona-Tote in Europa: Italien vor Großbritannien
Italien hat Großbritannien mittlerweile als das Land mit den meisten Corona-Todesfällen in Europa abgelöst. Rom meldete am Samstag 649 neue Sterbefälle, die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 64.036.

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