03.12.2020 06:01 |

Leichtathletik

Ende des Doping-Banns gegen Russland weiter offen

Der Leichtathletik-Weltverband lässt das Ende des Doping-Banns gegen Russland weiter offen, setzt aber Hoffnung in die neue Führung des nationalen Verbandes (RUSAF). „Es hängt von den Umständen ab, ob die neue Führung liefern und alles Notwendige tun wird“, sagt Rune Andersen, Leiter der Russland-Task-Force, am Mittwoch nach einer digitalen Councilsitzung von World Athletics.

„Die Kultur in der russischen Leichtathletik muss sich verändern. Dies hat die weltweite Athleten-Gemeinschaft verdient.“ Die vorherige Führung habe dies nicht geschafft. Erst am Montag war Pjotr Iwanow zum neuen RUSAF-Präsidenten gewählt worden. Inzwischen haben internationale Experten die Arbeit wieder aufgenommen, um einen strategischen und operativen Plan zur Wiedereingliederung Russlands zu erarbeiten und Ziele zu setzen.

Die Sportnation war im November 2015 wegen flächendeckenden Dopings in der russischen Leichtathletik erstmals suspendiert worden. Seitdem ist die Sperre mehr als ein Dutzend Mal verlängert worden.

World Athletics hatte dem russischen Verband zuletzt im Bemühen um eine mögliche Wiederzulassung Aufschub gewährt. Bis zum 1. März 2021 sollte der Verband dazu einen detaillierten Plan vorlegen.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte Russland zudem wegen Manipulation von Dopingdaten für vier Jahre für Sommer- und Winterspiele gesperrt. Zugleich hatte sie die Tür zur Teilnahme für mutmaßlich unbelastete Sportler des Landes unter neutraler Fahne offen gelassen. Russland hatte Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof eingelegt. Nach einer Anhörung vor dem CAS wird das Urteil vor Jahresende erwartet.

krone Sport
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