02.12.2020 13:02 |

„Ich fühle mich fit“

Nach Herz-OP: Gruber ist zurück auf der Schanze

Was für ein Comeback! Nachdem Kombinierer Bernhard Gruber Anfang November nach seiner Herz-OP grünes Licht für die Karrierefortsetzung erhalten hat, wagte sich der Salzburger nun das erste Mal wieder auf die Schanze.

Weil die Nationalmannschaft samt Sprungtrainer Christoph Bieler noch in Rovaniemi zum Trainieren ist, absolvierte Gruber vergangene Woche mit Kärnten-Stützpunkttrainer Günther Stranner die ersten Sprünge. Nach einige Sprüngen mit Kurzschi auf der K30 in Velden wagte sich Gruber für zwei Einheiten nach Planica auf die K60 Schanze. Gestern Dienstag und heute Mittwoch folgte dann der nächste Schritt auf die Normalschanze in Ramsau am Dachstein.

„War richtig cool“
Nach jeweils fünf Sprüngen lächelte Gruber zufrieden: „Die ersten Sprünge waren richtig cool. Ich bin am Balken auf der K60 in Planica gesessen und war zuerst einmal nur froh, wieder springen zu dürfen. Wir haben an der Basis gearbeitet, die ersten Sprünge haben sich etwas komisch angefühlt. Ich bin jedoch schnell wieder reingekommen, es macht mir wieder irrsinnige Freude. Diese Woche haben wir das ganze mit zwei Einheiten auf der Normalschanze noch verfeinert.“

„Ich fühle mich fit“
Wann Bernhard Gruber in den Weltcup zurückkehrt, ist noch ungewiss. Der Salzburger setzt sich aber ein ambitioniertes Ziel. „Ich fühle mich fit und kann super trainieren. Wenn die kommenden beiden Wochen, in denen noch interne Testwettkämpfe sowie Sprung-, Kraft- und Ausdauertrainings am Programm stehen, normal verlaufen, dann sieht es gut aus. Ich liebäugle natürlich mit einem Comeback beim Heimweltcup in Ramsau am Dachstein in zwei Wochen. Dazu muss aber wirklich alles passen und ich konkurrenzfähig sein“, gibt sich das Kombi-Urgestein bezüglich seines Weltcup-Comebacks noch zurückhaltend.

Bei Gruber war im März nach anhaltendem Beklemmungsgefühl im Brustbereich eine Herzkranzgefäßverengung diagnostiziert worden. Mittels einer folgenden Herzkatheter-Untersuchung wurde ihm ein Stent zum Offenhalten des Herzkranzgefäßes eingesetzt. Nach monatelanger Reha und lockerem Training kam im November das erhoffte Grüne Licht der Ärzte. Der Vizeweltmeister von 2019 erhielt nach umfangreichen Untersuchungen in den letzten Wochen die Freigabe, wieder in den Hochleistungssport einzusteigen. „Seine Werte und die Leistungsfähigkeit ist annähernd auf dem gleich guten Niveau wie vor einem Jahr, als er das letzte Mal bei uns zur sportmedizinischen Untersuchung war“, sagte Josef Niebauer, der Kardiologe des Universitätsinstituts für Sportmedizin am Uniklinikum Salzburg damals.

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