25.11.2020 13:06 |

War Behörden bekannt

Angreiferin von Lugano hatte Kontakt zu Syrer

Bei jener 28-jährigen Schweizerin, die am Dienstagabend in einem Kaufhaus in Lugano zwei Frauen attackierte und verletzte, dürfte es sich um eine Konvertitin handeln, die wohl aus Liebe zu einem syrischen IS-Kämpfer zum Islam übergetreten war. Laut dem Schweizer Bundesamt für Polizei (fedpol) tauchte die Frau bereits 2017 bei Ermittlungen zu Dschihadismus auf, als sie nach Syrien ausreisen wollte.

Sie habe sich vor drei Jahren über soziale Medien in einen dschihadistischen Kämpfer aus Syrien verliebt und danach auch versucht, in das Bürgerkriegsland zu reisen, um den Mann zu treffen, wurde aber an der türkisch-syrischen Grenze von den Behörden gestoppt und in die Schweiz zurückgeschickt.

Parallelen zum Terroranschlag von Wien
Die Geschichte der Konvertitin erinnert stark an jene des islamistischen Terror-Angreifers von Wien, der ebenfalls beim Versuch, nach Syrien auszureisen, von den türkischen Behörden geschnappt und nach Österreich zurückgebracht wurde. Laut fedpol habe die Frau zu diesem Zeitpunkt an psychischen Problemen gelitten und war nach ihrer Rückkehr in die Schweiz in eine psychiatrische Anstalt gebracht worden.

Angreiferin seit drei Jahren den Behörden bekannt
Die Frau war den Behörden also - wie der Wien-Attentäter - bekannt, seit drei Jahren tauchte sie aber nicht mehr in fedpol-Ermittlungen auf. Bis sie am Dienstag in einem belebten Kaufhaus in Lugano einen Terroranschlag verübte und eine Frau mit einem Messer schwer am Hals und eine andere mit bloßen Händen leicht verletzte.

Dass bei der Tat nicht mehr passiert ist, dürfte dem beherzten Eingreifen eines Paares zu verdanken sein, das die Frau stoppte und bis zum Eintreffen der Polizei festhielt.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand dürfte die Frau das für die Tat verwendete Messer in dem Kaufhaus gestohlen haben. Das Preisschild klebte noch an der Tatwaffe.

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