Vor Nordirland-Spiel

Konkurrenzkampf im ÖFB-Sturm: Gregoritsch erfreut

In den sieben Fußball-Länderspielen vor dem Nations-League-Match gegen Nordirland (Sonntag 20:45 Uhr, live im sportkrone.at-Ticker) hat sich vor allem im Angriff einiges getan. Seit Marko Arnautovics bisher letztem Nationalteam-Einsatz kamen Adrian Grbic und Sasa Kalajdzic neu in die Mannschaft, Michael Gregoritsch etablierte sich in Abwesenheit des China-Legionärs nicht nur wegen seiner Nations-League-Tore gegen Norwegen und Nordirland als Einser-Stürmer. Und er sieht die Veränderungen bei der Mannschaft positiv.

Auch wenn dieser Rang demnächst wieder verloren gehen könnte, freut sich Gregoritsch über die Rückkehr von Arnautovic. „Er ist sehr wichtig, weil er in der Mannschaft vorangeht und ein Führungsspieler ist. Er hat unglaubliche Power und kann uns noch einmal eine ganz andere Qualität geben.“

Weniger abhängig von Arnautovic
Die Abhängigkeit von Arnautovic sei aber nicht mehr so groß wie in vergangenen Zeiten, betonte Gregoritsch. Mit Kalajdzic sei ein groß gewachsener Angreifer hinzugekommen, der in der deutschen Bundesliga Treffsicherheit zeigte. Grbic wiederum scorte in seinen fünf Länderspielen schon zweimal. „Konkurrenzkampf ist immer gut. Wir haben in den letzten Lehrgängen bewiesen, dass wir einspringen können, wenn Marko nicht da ist“, erklärte Gregoritsch.

Auch Teamchef Franco Foda bewertet diese Situation positiv. „Wir haben jetzt mehrere Variationsmöglichkeiten in unserem Spiel. Das ist natürlich schön für einen Trainer“, sagte der Deutsche. Die Marschroute der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft für das Nations-League-Spiel am Sonntag (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) in Wien gegen Nordirland ist klar. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, gab Teamchef Franco Foda am Samstag als Devise aus. Mit einem Sieg über das Tabellenschlusslicht würde der ÖFB-Auswahl am Mittwoch wieder im Happel-Stadion gegen Norwegen schon ein Punkt zum Gruppensieg reichen.

Gute Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für den fünften Länderspiel-Sieg in Folge und den fünften Erfolg über Nordirland scheinen nicht schlecht zu stehen. Während den Österreichern Stammkräfte wie David Alaba, Marcel Sabitzer, Stefan Lainer oder Xaver Schlager wieder zur Verfügung stehen, dürfte die Nummer 41 der FIFA-Rangliste sowohl psychisch als auch physisch von ihrem Donnerstag-Einsatz geschlaucht sein - die EM-Play-off-Heimniederlage im Elfmeterschießen gegen die Slowakei war wohl eine der bittersten Pleiten für Nordirland in den vergangenen Jahren.

Dennoch rechnet Foda mit harter Gegenwehr. „Sie haben gegen die Slowakei unglücklich verloren und sind eine sehr robuste Mannschaft mit guter Mentalität.“ Unter dem Deutschen blieb das ÖFB-Team in den vergangenen zwei Jahren gegen Nordirland in drei Partien dreimal siegreich, so auch beim 1:0 im vergangenen Oktober in Belfast. „Da haben wir vor allem in der ersten Hälfte sehr gut gespielt und verdient gewonnen“, erinnerte sich Foda.

Von wegen C-Mannschaft
Beim 3:0 am Mittwoch im Testspiel in Luxemburg setzte der ÖFB-Coach auf Rotation und gab vielen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance. Ein B-Team habe er im Großherzogtum jedoch nicht aufs Feld geschickt, betonte Foda. „Die Diskussion über A-, B- oder C-Team gibt es in den Medien, aber nicht bei uns. Für mich gibt es nur ein Team, eine Mannschaft. Jeder, der dabei ist, hat mein absolutes Vertrauen.“

Das gilt auch für Marko Arnautovic, der am Samstag in Wien landete und gegen die Nordiren zumindest als Joker zum Einsatz kommen könnte. „Über seine Qualitäten müssen wir nicht lange reden. Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, sagte Foda. Der 54-Jährige führte mit Arnautovic noch am Samstagabend ein längeres Gespräch. Nach Fodas Angaben hatte der China-Legionär zuletzt mit leichten Beschwerden zu kämpfen, weshalb er beim jüngsten Liga-Match von Shanghai SIPG zunächst auf der Bank saß.

Trimmel fraglich, Baumgartner kommt nicht
Der Teamchef kann am Sonntag wohl auf alle in Wien befindlichen Kaderspieler zurückgreifen, lediglich Christopher Trimmel ist wegen leichter Muskelprobleme fraglich. Christoph Baumgartner hingegen kommt für das Nordirland-Match nicht infrage, weil er aufgrund der zahlreichen positiven Corona-Tests bei Hoffenheim in Quarantäne sitzt. Foda hofft aber noch, dass der Youngster rechtzeitig für das Norwegen-Spiel im ÖFB-Camp eintrifft.

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Sonntag, 17. Oktober 2021
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