10.11.2020 13:00 |

Ski Alpin

GRANDE! Meier krönt sich zum italienischen Meister

304 Tage nach dem sich der Nofler Daniel Meier bei einem Sturz in Berchtesgaden einen Seitenbandriss im rechten Knie zugezogen hat, ist der 27-Jährige wieder richtig dick da. Bei den internationalen italienischen Riesentorlauf-Meisterschaften in Sulden feiert Meier seinen ersten Sieg seit August 2017.

Rückblick: Am 11. Jänner fädelte Daniel Meier beim FIS-Riesentorlauf in Berchtesgaden im zweiten Durchgang ein, stürzte und zog sich unter anderem einen Innenbandriss im rechten Knie zu. Saisonende! Im Frühsommer wurde der Nofler dann aus allen ÖSV-Kadern gestrichen. Doch anstatt aufzugeben, entschloss der 27-Jährige, sich auf eigene Faust zurückzukämpfen.

Zwar konnte der RTL-Spezialist, der nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne mit seinem Betreuer Roland Fuchs ein Zwei-Mann-Team bildet, noch kein Ticket für den Weltcup-Auftakt in Sölden ergattern. Dass er es aber immer noch draufhat, bewies er zuletzt bei Zeitläufen und auch in Sulden am Ortler. Dort feierte Meier am Montag, 303 Tage nach seinem Sturz, als Achter in einem stark besetzten FIS-Riesentorlauf sein Comeback.

„Ich freue mich, dass ich endlich wieder Rennfahrer bin“, sagt Daniel, der mit seiner Leistung aber nicht wirklich zufrieden war. „In Durchgang eins wurde ich von der extrem direkten Kurssetzung überrascht. Mit der fünftbesten Zeit im zweiten Lauf habe ich dann aber eine Reaktion gezeigt. Das war mir sehr wichtig!“

Umso größer war die Freude dann am Dienstag bei den ebenfalls in Sulden ausgetragenen italienischen Riesentorlaufmeisterschaften 2020, die aufgrund der Corona-Pandemie hatten im Frühjahr abgesagt werden müssen. Meier, mit Nummer eins gestartet, lag nach dem ersten Lauf noch 0,24 Sekunden hinter Halbzeitleader Giovanni Franzoni auf Rang zwei. Im zweiten Durchgang dreht er dann aber groß auf, markierte Laufbestzeit und gewann am Ende 0,25 Sekunden vor Franzoni. Dessen drittplatzierter Landsmann Stefano Baruffaldi lag bereits 0,82 Sekunden hinter dem Vorarlberger.

Für Meier, der aktuell seinen Kopfsponsor verlost, war es der erste Sieg seit dem 22. August 2017. Damals gewann der den Riesentorlauf im Rahmen des Australian New Zealand-Cup im australischen Thredbo.

Peter Weihs
Peter Weihs
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