Transfer vor Resultat

Corona-Alarm jetzt in Asylheim und Gefängnis

Da gibt’s bei der Verteilung des Corona-Virus auch „Hilfe“ von der Behörde. So wurde ein Asylwerber, bei dem wegen eines Covid-19-Verdachts ein Test gemacht wurde, von Traiskirchen (Niederösterreich) nach Altenfelden ins oberösterreichische Mühlviertel verlegt - ehe das Ergebnis da war! Und das fiel dann auch tatsächlich positiv aus. Auch im Subener Gefängnis in Oberösterreich zittert man derzeit.

Der Krisenstab des Landes durchleuchtet nun ganz genau, warum der Asylwerber Ende der Vorwoche noch vor Bekanntwerden des Testergebnisses in ein neues Quartier verlegt wurde. Das positive Ergebnis kam am Samstag. In Altenfelden müssen nun 40 weitere Heimbewohner getestet werden bzw. in Quarantäne. Und wenn’s schlecht läuft, gibt’s im Mühlviertel einen neuen Corona-Cluster.

Corona-Verdacht bei Mitarbeiterin im Gefängnis Suben
Auch im Gefängnis Suben ist aktuell „Feuer am Dach“. Denn eine Sozialarbeiterin gilt als „Kategorie 1“-Kontakt eines Corona-Patienten, hatte also unmittelbaren Kontakt zum Infizierten, ehe er abgeschottet wurde. Und die Betreuerin war bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses in der Justizanstalt und im angeschlossenen Freigängerhaus tätig. Jetzt warten alle gespannt aufs Testergebnis der Sozialarbeiterin - solange bleiben Freigänger, die sonst am Tag zur Arbeit nach draußen dürfen, eingesperrt.

In Oberösterreich gibt es auch einen neuen Cluster rund um einen Fleischverarbeitungsbetrieb im Bezirk Wels-Land: 20 Personen sind bereits infiziert. Die Bezirkshauptmannschaft eruiert nun mögliche Kontaktpersonen. Andere bekannte Cluster in dem Bundesland blieben dagegen halbwegs stabil.

Markus Schütz, Kronen Zeitung/krone.at

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Dienstag, 20. Oktober 2020
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