27.09.2020 08:30 |

Damen-Fußball im Fokus

Am Rasen mit „Wildcats“ und „Killerbienen“

Der Frauen-Fußball ist am aufsteigenden Ast. In der Steiermark schaffen neue Vereine den Einstieg ins Unterhaus, das Training in den Akademien läuft sehr professionell ab. Die „Krone“ unterhielt sich mit Verbands-Vorstand Elisabeth Tieber zum Status quo. Auf höchster Ebene kommt‘s in der Bundesliga zum Schlager zwischen Sturm und Serienmeister St. Pölten.

Sonntag (12) kreuzt die Creme de la Creme in Österreichs Frauenfußball in Graz-Messendorf die Klingen. Wenn Sturms Damen Serienmeister St. Pölten empfangen, wird’s für die schwarz-weißen Mädels beinhart. „St. Pölten ist in einer anderen Liga, aber wir werden uns anständig reinhauen“, verspricht Sturm-Sektionschef Mario Karner vor dem Ritt mit dem Favoriten, der mit zwölf Nationalspielerinnen anrauscht.

In der Rolle als St. Pölten-Jäger gibt der steirische Verband Vollgas, um den „Rückstand“ auf den Krösus wettzumachen. „Das Hauptziel ist aber, junge Akademie-Spielerinnen in die Bundesliga zu bringen. Größen wie Schnaderbeck, Wenninger, Puntigam oder Dunst sind Vorbilder für unsere jungen Mädels“, so Karner. Ein Vorbild werkt im Verband. Elisabeth Tieber, die einst Seite an Seite mit Neo-Teamchefin Irene Fuhrmann im Nationalteam kickte, hat den Damenbereich in der Steiermark über.

„Lehre mit Karriere verbinden“
Die 30-jährige Ex-Internationale sucht in der steirischen Talenteschmiede nach „Juwelen“ der Zukunft. „In unseren Partnerschulen wie dem BORG Monsberger, der HASCH Grazbachgasse, dem BG Oeversee oder der HIB Liebenau gibt’s vormittags statt eines Turnunterrichts ein Fußballtraining, am Nachmittag wird in der Akademie trainiert - gesamt sechs Einheiten pro Woche“, so Tieber, die aber weiß: „Die Mädels brauchen natürlich eine fundierte, schulische Ausbildung. Schön wäre es, wenn wir dazu auch eine Lehre mit Karriere bieten könnten.“

Tieber darf sich über regen Zuspruch auf Vereinsebene freuen. Egal, ob bei den „Wildcats“ Krottendorf in Liga zwei oder in der Oberliga bei den „Killerbienen“ aus Vogau - Fußball wird mehr und mehr Frauensache! Den Neu-Einstieg haben etwa die Damen von Oberhaag geschafft: „Wir haben Mädels von Eibiswald und Heimschuh dazugekriegt“, freut sich Obfrau Bettina Seitz.

Hans Oberländer/Kronen Zeitung

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