22.08.2020 15:14 |

Bat um Verzeihung

Lebenslange Haft für den „Golden State Killer“

Rund ein Jahrzehnt lang hat der „Golden State Killer“, der mindestens 13 Menschen ermordet und Dutzende Frauen vergewaltigt hat, Kalifornien in Angst und Schrecken versetzt. Am Freitag Ortszeit wurde der geständige Serienmörder und Vergewaltiger Joseph DeAngelo in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento zu mehrfach lebenslanger Haft verurteilt.

DeAngelo bat seine Opfer um Entschuldigung. „Ich habe all Ihren Aussagen zugehört“, sagte der frühere Polizist, der im Rollstuhl in den Gerichtssaal gebracht wurde, an die überlebenden Opfer gewandt. „Jeder einzelnen. Und ich entschuldige mich aufrichtig bei jedem, den ich verletzt habe.“

Dutzende Vergewaltigungen gestanden
Im Zuge einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft hat der 74-Jährige 13 Morde und rund 50 Vergewaltigungen zwischen Mitte der 1970er- und Mitte der 1980er-Jahre gestanden. Im Gegenzug für seine Geständnisse verzichtet die Anklage auf eine Forderung nach der Todesstrafe. Bei der mehrfach verhängten lebenslangen Haftstrafe ist eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen.

Staatsanwalt Todd Spitzer sagte vor Gericht, er persönlich hätte sich ein Todesurteil gewünscht. Mit der Vereinbarung, die einen raschen Prozess ermöglichte, bekämen die Opfer aber Klarheit und Genugtuung.

Griff Frauen in ganz Kalifornien an
Die Verbrechensserie des „Golden State Killers“ hatte 1975 mit Taten in der Gegend von DeAngelos Wohnort Sacramento begonnen, später griff der Täter in ganz Kalifornien Frauen an. Er drang häufig nachts maskiert in die Häuser seiner Opfer ein und vergewaltigte sie. Die Taten endeten offenbar 1986 mit der Vergewaltigung und Ermordung einer 18-Jährigen.

Die Ermittler waren DeAngelo auf die Spur gekommen, indem sie eine an einem Tatort gefundene DNA-Spur mit Daten einer Internetseite für Ahnenforschung abglichen. Dabei stießen sie auf einen Verwandten des Killers und konnten den Kreis der Verdächtigen so immer weiter eingrenzen. Der „Golden State Killer“ - „Goldener Staat“ ist der Beiname Kaliforniens - wurde schließlich im April 2018 in einem Vorort von Sacramento festgenommen.

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