20.08.2020 06:46 |

US-Wahlkampf

Parteitag: Obama rügt Trump - Harris nominiert

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump Versagen vorgeworfen. „Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend“, sagte Obama am Mittwochabend beim virtuellen Parteitag der Demokraten, bei dem auch Senatorin Kamala Harris als Vize-Kandidatin für die Präsidentschaftswahl im November nominiert wurde.

Obama sprach mit Blick auf die Wahl am 3. November eine düstere Warnung aus: „Diese Regierung hat gezeigt, dass sie unsere Demokratie niederreißen wird, wenn das nötig ist, um zu gewinnen.“

Obama bislang zurückhaltend
Mit Kritik an seinem Nachfolger hat sich Obama bisher zurückgehalten, während Trump ihn ständig attackiert. Generell ist es nicht üblich, dass ein Ex-Präsident den Amtsinhaber scharf kritisiert. Er verteidigte dies: „Es ist keine normale Zeit. Also möchte ich heute Abend so deutlich wie ich kann darüber sprechen, was bei dieser Wahl auf dem Spiel steht.“ Es gehe um die Demokratie, warnte Obama. Was in den kommenden 76 Tagen passiere, werde sich auf die folgenden Generationen auswirken.

Obama warb für den demokratischen Herausforderer Trumps, seinen damaligen Vizepräsidenten Joe Biden. Er und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris glaubten daran, dass niemand - auch nicht der Präsident - über dem Gesetz stehe, „und dass kein Amtsträger - auch nicht der Präsident - sein Amt nutzen sollte, um sich selbst oder seine Anhänger zu bereichern“.

Harris offiziell nominiert
Der eigentliche Höhepunkt des Abends rückte durch Obamas Rede fast in den Hintergrund: Harris nahm die Nominierung als Vize-Kandidatin der Demokraten an. In ihrer Rede in Wilmington (Delaware) - die bisher wichtigste in ihrer politischen Karriere - warb sie mit einer Botschaft der Hoffnung und Einheit für die Wahl von Biden. „Wir müssen einen Präsidenten wählen, der etwas anderes, etwas Besseres bringt“, sagte Harris. „Einen Präsidenten, der uns alle - Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene - zusammenbringt, um die Zukunft zu erreichen, die wir uns gemeinsam wünschen.“ Sie fügte hinzu: „Lasst uns mit Hoffnung kämpfen.“

Biden hatte sich vergangene Woche für die Senatorin und Juristin aus Kalifornien als seine mögliche Stellvertreterin entschieden und damit eine historische Wahl getroffen. Im Fall eines Wahlsiegs wäre Harris die erste Frau und Schwarze im Vizepräsidentenamt.

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