11.08.2020 23:00 |

Wahlkampf in den USA

Biden setzt auf Kamala Harris als Vize-Kandidatin

Der designierte demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden zieht mit Kamala Harris als Vize an seiner Seite in den Wahlkampf gegen Amtsinhaber Donald Trump. Harris hat sich damit gegen eine ganze Reihe von US-Demokratinnen durchgesetzt. 

Biden kommt damit auch einer Forderung der „Black-Lives-Matter“-Bewegung nach, die von den Demokraten eine schwarze Frau als zweite Kraft im Wahlkampf gefordert hatte. Die kalifornische Senatorin Harris hat damit Chancen, die erste Vizepräsidentin der USA zu werden. Sie ist die erste schwarze Frau, die von einer der beiden großen Parteien für den Posten des Vizepräsidenten aufgestellt wird.

Biden erklärte: „Ich habe die große Ehre, bekannt zugeben, dass ich Kamala Harris - eine furchtlose Kämpferin für die einfachen Menschen und eine der besten öffentlichen Bediensteten des Landes - als meinen Running Mate ausgewählt habe.“ Der 77-Jährige hatte bereits Mitte März angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen.

Die 55-Jährige ist die zweite schwarze Amerikanerin in der Geschichte, die in den US-Senat gewählt wurde. Sie gehört zu den bekanntesten schwarzen Politikerinnen des Landes. Harris wollte im November eigentlich selbst gegen Trump antreten und hatte versprochen, das Land wieder zusammenbringen zu wollen. Zu Beginn galt sie als chancenreiche Kandidatin.

Bestens vernetzt
Harris wird dem Partei-Establishment der Demokraten zugerechnet - sie gilt damit als weder politisch links, noch rechts ausgerichtet und ist in Washington bestens vernetzt. Die Tochter von Eltern aus Jamaika und Indien gilt als angriffslustig und vertrat besonders in ihrer Zeit als Justizministerin in Kalifornien eine harte Linie bei Strafverfolgungen.

Strategische Entscheidung
Die Entscheidung, wer Joe Biden im Wahlkampf zur Seite stehen wird, war lange mit Spannung erwartet worden. Die Entscheidung bringt noch einen weiteren Aspekt mit sich. Da Biden bei einem möglichen Amtsantritt bereits 78 Jahre alt wäre, wird vermutet, dass er wohl nur eine Amtszeit absolvieren wird. Mit Harris könnte man also auch bereits eine potenzielle Nachfolgerin in Position bringen.

Biden liegt in Umfragen derzeit deutlich vor Trump. Wegen des komplizierten Wahlsystems sind diese Prognosen allerdings mit Vorsicht zu genießen. Zudem kann in den USA in den verbleibenden Wochen bis zur Wahl erfahrungsgemäß viel passieren.

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