06.08.2020 15:55 |

Kontrahent im Koma

Horror-Unfall: Nun bricht Rad-Rüpel sein Schweigen

Nach dem Horror-Unfall auf der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt hat Dylan Groenewegen nun sein Schweigen gebrochen. „Ich hasse das, was gestern passiert ist. Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, wie leid es mir für Fabio und die anderen Fahrer, die gestürzt sind oder getroffen worden sind, tut“, so der Rad-Rüpel.

Was war passiert? Groenewegen hatte Fabio Jakobsen am Mittwochabend im Schlusssprint rücksichtslos in die Metall-Absperrung gedrängt. Ein folgenschweres Manöver! Jakobsen überschlug sich mit rund 80 km/h und musste ins künstliche Koma versetzt werden.

Hier der schreckliche Unfall im Video:

Groenewegen entschuldigte sich einen Tag später via Twitter. „Im Moment ist die Gesundheit von Fabio das Wichtigste. Ich denke an ihn, ständig“, so der Niederländer.

Groenewegen wurde nach dem Rennen für seine Aktion gegen Jakobsen disqualifiziert. Brisant: Der Radprofi ist ein Wiederholungstäter. 2016 drängte er im Zielsprint der 1. Etappe der Tour de l‘Eurometropole den Belgier Oliver Naesen ab: Damals konnte Groenewegen die Ziellinie als Erster überqueren. Sein Kontrahent blieb am Rad und zum Glück unverletzt, beklagte sich jedoch über die Fahrweise seines Gegners.

„Sie müssen ihn in den Knast sperren“
Mit seiner Aktion in Polen zog sich der Sturzverursacher den Unmut der Radsport-Szene zu. „Ich gehe vor Gericht. Diese Aktionen sollten beim Radfahren nicht erlaubt sein. Das ist kriminell“, so Patrick Lefevere, der Manager von Deceuninck-Quick-Step nach dem Horror-Unfall über Groenewegen. Nachsatz: „Sie müssen ihn in den Knast sperren!“

krone Sport
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