27.07.2020 09:30 |

„Politisches Problem“

Nach Podest-Comeback: Rossi redet sich in Rage!

Valentino Rossi ist zurück am Podest! Der MotoGP-Altstar raste am Sonntag in Jerez auf Rang drei, war nach 17 Grands Prix wieder einmal bei der Siegerehrung dabei. Danach spricht der Italiener über die Gründe seiner langen Durststrecke und geht mit seinem Team Yamaha hart ins Gericht.

„Ich bin sehr, sehr glücklich. Denn nicht nur das Rennen am letzten Wochenende war schlecht, sondern ein Großteil der vergangenen Saison. Ich war wirklich langsam. Es war frustrierend, denn ich hatte immer die gleichen Probleme. Es hat keinen Spaß mehr gemacht“, findet Rossi nach dem zweiten Rennen in Jerez am Sonntag klare Worte. Beim ersten Bewerb war der 41-Jährige noch chancenlos gewesen. Auf Rang zehn liegend schied er letztendlich dann sogar aus.

Rossi spricht von „politischem Problem“
„Wir hatten ein politisches Problem mit Yamaha. Sie waren der Meinung, dass ich das Motorrad so fahren muss, wie Fabio und Maverick. Das Motorrad war aber nicht meines.“ Frustration und Selbstzweifel machten sich breit. „Nach Rennen wie diesem oder im Vorjahr in Valencia und Aragon, wo ich wirklich schwach war, haben wir uns in der Box oft angesehen und uns haben die Worte gefehlt. Wir haben darüber nachgedacht, ob nicht vielleicht der Zeitpunkt gekommen ist, um zu Hause zu bleiben. Ich habe mir auch Sorgen um die Zukunft gemacht, weil ich mich ja schon dazu entschlossen habe, auch 2021 zu fahren.“

Rossi übte deshalb mächtig Druck auf sein Team aus. „Es war nicht einfach, aber für manche Dinge muss man eben kämpfen“, so der Italiener. Die Folge: Das Bike wurde für das zweite Rennen in Jerez verändert. Und der Erfolg kam zurück. „Ich hatte schon nach drei Runden ein viel besseres Gefühl“, schildert Rossi. Am Ende gab es Rang drei, nur Jungstar Fabio Quartararo und Maverick Vinales waren schneller. Für „Il Dottore“ ein großer Erfolg, seinen davor letzten seiner nun insgesamt 235 WM-Podestplätze hatte der Italiener im April 2019 in Austin geholt.

„Habe das Verhalten nicht verstanden“
Trotz der Kritik sei sein Verhältnis zu seinem Team weiter gut: „Ich bin in meinem Herzen ein Yamaha-Fahrer und ein wichtiger Teil in der Geschichte dieser Marke. Ich will ihnen nach diesem guten Resultat einfach nur ein bisschen Druck machen“, schmunzelt Rossi. „Vielleicht bin ich auf der Strecke nicht mehr der Schnellste, aber ich kann immer noch gute Rennen abliefern. Ich habe dieses Verhalten von Yamaha nicht verstanden und halte es auch nicht für besonders klug. Yamaha muss klar sein, dass sie mir vertrauen können und mich unterstützen müssen, denn ich bin im Werksteam und 2021 bei Petronas. Wenn ich das gleiche Bike fahre, mit dem Fabio und Maverick so stark sind, dann ist es aber auch normal, dass Yamaha glaubt, ich muss so fahren wie sie.“

krone Sport
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