Bis Herbst

Trotz Initiative muss Pflegevorstoß vorerst warten

In der Altenbetreuung dürfen Pflegeassistenten derzeit nur unselbstständig im Rahmen eines Dienstverhältnisses arbeiten. Das wird wohl noch eine Weile so bleiben. VP, FP und Grüne wurden bei ihrer Initiative für mehr Flexibilität vom oberösterreichischen Gesundheitsminister Rudi Anschober auf den Herbst vertröstet.

Das Thema Pflege bleibt heiß diskutiert. Wie berichtet, dürfen sich die Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich über eine kräftige Lohnerhöhung freuen. Auch bei den Arbeitsbedingungen gibt es einen Fortschritt. So wird es etwa in Alten- und Pflegeheimen mit mehr als 60 Betten einen zweiten Nachtdienst geben. Weiters wurde zusätzliches Hilfspersonal im Ausmaß von zwei Prozent vom Mindest-Personalschlüssel beschlossen. Besser abgegolten wird künftig auch das kurzfristige Einspringen.

Task Force Pflege im Herbst
Kein Vorankommen gibt es bei der Debatte um eine Flexibilisierung der Berufsausübung. So wird schon lange über eine Möglichkeit diskutiert, dass Pflege- und Betreuungskräfte auch als Selbstständige arbeiten können. „Auf unseren Antrag dazu wurde durch das Bundesministerium mit keiner Silbe eingegangen. Stattdessen verwies man inhaltslos auf eine Task Force Pflege im Herbst“, ist FP-Landtagsklubchef Herwig Mahr von Sozialminister Rudi Anschober enttäuscht. Mehr Flexibilität würde der Kostenersparnis dienen und weitere Leistungsangebote ermöglichen.

Dass die Resolution gemeinsam mit ÖVP und Grünen verabschiedet wurde, macht für Mahr die Sache noch brisanter: „Anschober stellt also seine eigenen Grünen kalt.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Montag, 21. September 2020
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