28.06.2020 06:00 |

Zehn Nächte in Villa

Strache-Urlaub auf Ibiza kostete 40.000 Euro

Man gönnt sich ja sonst nichts: Justiz-Akten zu Spesenkaiser Heinz-Christian Strache offenbaren ein Luxusleben der Marke „Hollywood in Austria“. So blätterte der damalige Vizekanzler und FPÖ-Chef - übrigens im Jahr nach der Video-Falle - für einen Sommerurlaub auf seiner Lieblingsinsel Ibiza 40.000 Euro hin.

Zehn Nächte in einer zweigeschoßigen Prachtvilla mit sieben Schlafzimmern und großzügigem Pool. Auch im Sommer vor zwei Jahren, nach seinem machtberauschten Abend 2017, war die Partyinsel Ibiza dem damaligen FPÖ-Chef eine Reise mit Philippa wert. Kosten für das gemietete Anwesen samt Transfer: knapp 29.000 Euro. Hinzu kamen noch 11.000 Euro für den Flug im Privatjet.

Ein weiterer Beleg in der Spesen-Affäre für den üppigen Lebensstil des Ex-Vizekanzlers. Was für viele Österreicher, wenn überhaupt, ein Lebens-Urlaubsbudget ist, war für den Vertreter des kleinen Mannes ein kleiner Ferientrip ...

Passend dazu veröffentlichte Peter Pilz’ Aufdecker-Magazin „ZackZack“ am Samstag Telefonüberwachungs-Protokolle. „Der hat Millionen gescheffelt (...) Es ist nichts an die Partei gegangen“, so einstige blaue Mitstreiter über Strache. Neben der Sporttasche mit Geldbündeln im Kofferraum geht es in den Gesprächen auch um einen Rucksack voller Euro-Scheine im Tresor des FPÖ-Parlamentsklubs.

189 Ibiza-Seiten im Safe von Staatsanwaltschaft
Indes schlummert der 189 Seiten starke Soko-Bericht über das Ibiza-Video im Safe zweier Staatsanwaltschaften. Strache sprach offenbar in den sieben Stunden viel öfter über die „Krone“ als Objekt der Begierde, als bisher bekannt war. Die falsche Oligarchen-Nichte war darüber sogar schon genervt.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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