25.06.2020 19:35 |

Lage außer Kontrolle

Briten stürmen Strände: „Sind absolut entsetzt“

Man sollte meinen, angesichts der Corona-Situation in Großbritannien - eines der weltweit am meisten vom Virus gebeutelten Länder, sowohl was Infektionszahlen als auch Todesfälle betrifft - hätten die Menschen mehr Verstand, als sich zur erstbesten Gelegenheit an einen heillos überfüllten Strand zu werfen. Und doch: Zehntausende haben in den vergangenen Tagen trotz aller Appelle an die Eigenverantwortung die Küste des südenglischen Bournemouth gestürmt. Die Lage war zwischenzeitlich selbst für die Polizei nicht mehr beherrschbar.

Der Donnerstag war der bisher heißeste Tag des Jahres in England. Am Nachmittag wurden über 33 Grad am Großflughafen London-Heathrow gemessen. Kein Wunder, dass es da viele ans kühle Nass zog. Denn innerhalb Englands sind auch in der Corona-Krise Tagesausflüge erlaubt. Der südenglische Ort Bournemouth war für Zehntausende Ziel ihrer Reise.

„Ernster Zwischenfall“ wurde ausgelöst
Solche Menschenmengen gebe es sonst nur an den Feiertagen, hieß es am Donnerstag von Vertretern der Stadt. „Wir sind absolut entsetzt über die Szenen, die an unseren Stränden in den letzten 24 bis 48 Stunden zu sehen waren.“ Einsatzkräfte mussten sogar einen sogenannten ernsten Zwischenfall auslösen, weil die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen gewesen sei, wie es hieß. Dies gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten.

Unter anderem kämpften Polizei und Co. mit illegalem Parken, einem Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressivem Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen.

Großbritannien am schlimmsten von Pandemie betroffen
Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Mehr als 300.000 Menschen haben sich auf der Insel mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 43.000 Menschen starben.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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