Deutliche Verluste

Corona kostete reichste Österreicher Milliarden

Wirtschaft
25.06.2020 16:06

Aktuell gibt es in Österreich 41 Milliardäre - die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Aktienkurse und Dividendenzahlungen gehen aber auch an ihnen nicht ganz spurlos vorbei. Im Jahresvergleich sank deren Vermögen um neun Prozent bzw. 15 Milliarden auf 155 Milliarden Euro.

Sorgen muss man sich um die 100 reichsten Österreicher aber natürlich nicht. Das heurige Ranking wird erneut von den Familien Porsche und Piech mit einem Vermögen von 34,8 Milliarden Euro angeführt, wie das Magazin „trend“ berichtet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das jedoch einem Minus von 2,2 Milliarden Euro. Dahinter folgt Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz mit einem Vermögen von 14,7 Milliarden Euro. Auch bei ihm ist das Vermögen im Jahresvergleich um rund eine Milliarde Euro geschrumpft.

Die Corona-Krise kostete Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz rund eine Milliarde Euro. (Bild: APA/Erwin Scheriau)
Die Corona-Krise kostete Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz rund eine Milliarde Euro.

Mit Glücksspiel auf Rang drei
Rang drei belegte Novomatic-Gründer Johann Graf mit 5,75 Milliarden Euro (2019: 6,76 Milliarden Euro). Aufgrund der Corona-Krise sei der Wert der Novomatic heuer tiefer angesetzt worden als im Vorjahr, heißt es am Donnerstag in dem Vorab-Bericht für den morgigen „trend“. Geringere Dividendenzahlungen aufgrund des Lockdowns belasteten auch die Finanzen der viertplatzierten Elisabeth Schaeffler. Gemeinsam mit ihrem Sohn Georg sitzt die Continental-Großaktionärin aber immer noch auf einem Vermögen von rund 5,6 Milliarden Euro, im Vorjahr wurde es noch auf rund sieben Milliarden Euro geschätzt.

Benko trotz Problemen auf Rang sechs
Der Immobilien-Investor René Benko belegte trotz der massiven Probleme mit dem deutschen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof mit einem geschätzten Vermögen von 4,3 Milliarden Euro Platz 6.

Der Tiroler René Benko ist vor allem durch Immobiliendeals zu seinem Wohlstand gekommen. (Bild: APA/dpa/Marius Becker, APA/Herbert Pfarrhofer, krone.at-Grafik)
Der Tiroler René Benko ist vor allem durch Immobiliendeals zu seinem Wohlstand gekommen.

Tojner legte besonders stark zu
Zu den Aufsteigern im Ranking zählte auch heuer wieder Immobilienbesitzer und Montana-Tech-Eigentümer Michael Tojner. Er konnte besonders vom steigenden Kurs der Varta-Aktie profitieren. Im vergangenen Jahr belegte Tojner noch Rang 31 im „trend“-Ranking, heuer ist er mit einem Vermögen von rund 2,6 Milliarden Euro bereits auf Rang 15 zu finden.

Michael Tojner konnte trotz Krise sogar noch deutlich an Vermögen dazugewinnen. (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Michael Tojner konnte trotz Krise sogar noch deutlich an Vermögen dazugewinnen.

Gänzlich neu in der Liste ist Erich Erber (Rang 36 mit einem Vermögen von 1,1 Milliarden Euro), nachdem dieser vor einigen Wochen die Futtermittelsparte der niederösterreichischen Erber-Gruppe an den niederländischen Konzern Royal DSM verkauft hatte.

Überraschenderweise nicht mehr im Ranking mit dabei - Frank Stronach. (Bild: ORF/Milenko Badzic)
Überraschenderweise nicht mehr im Ranking mit dabei - Frank Stronach.

Stronach flog nach Familienstreit aus dem Ranking
Der frühere Milliardär Frank Stronach befindet sich indessen nicht mehr auf der Liste. „Ein Streit innerhalb der Familie stellt seine Verfügungsgewalt über das Vermögen infrage“, hieß es in dem Bericht zur Begründung.

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