27.11.2019 06:00 |

Top-Unternehmer

Milliardenschwer, aber ein sehr großes Herz

Dietrich Mateschitz beflügelt mit seinem Energy Drink die ganze Welt, und Wolfgang Porsche hält mit Porsche die Pole-Position in der Autoindustrie. Die Bodenhaftung verliert keiner von beiden.

Amazon-Chef Jeff Bezos hievte sich mit einem Vermögen von 131 Milliarden Dollar (116 Milliarden Euro) wieder an die Spitze der „Forbes“-Liste und ist somit der reichste Mensch der Welt. Auf Platz zwei und drei reihen sich Microsoft-Gründer Bill Gates mit 96,5 Milliarden Dollar und US-Investor Warren Buffett mit 82,5 Milliarden Dollar ein. Mit den Kapitalhirschen aus Amerika ist nicht leicht mitzuhalten. Nichtsdestotrotz kann selbst das kleine Salzburg, milliardenschwere Unternehmer vorweisen.

Allen voran die Familien Porsche und Piëch. Auf 37 Milliarden Euro soll sich das Vermögen laut dem Wirtschaftsmagazin „Trend“ belaufen.

Top natürlich auch Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Mit 16,13 Milliarden Euro belegt er auf der „Forbes“-Liste Platz 53. Sein Energy Drink beflügelt die ganze Welt und erwirtschaftete 2018 5,5 Milliarden Euro.

Erfindergeist und Cleverness
Neid braucht aber nicht aufkommen. So stecken doch hinterm Reichtum Erfindergeist und clevere Investitionen.

Der Grundstein für das weltweit größte Auto-Imperium wurde bereits 1948 von Ferry Porsche mit der Erfindung des Porsche 356er gelegt. Heute profitiert ein ganzer Clan davon. Die Familien Porsche und Piëch sind mehrheitlich an der Volkswagen AG, dem Mutterkonzern, beteiligt und haben somit das Sagen beim Autobauer.

Erfolgreich und heimatverbunden
Allen voran Wolfgang Porsche. Der 76-jährige ist seit 2007 Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG und der Porsche Holding Automobil Holding SE sowie Aufsichtsratsmitglied der Volkswagen AG und Audi AG.

Allein die Porsche AG machte 2018 25,8 Milliarden Umsatz und beschäftigt 32.325 Mitarbeiter.

Mit so einem Erfolg könnte man sich Häuser rund um den Erdball kaufen. Dennoch ist Wolfgang Porsche mit Salzburg sehr verbunden. Er lebt in Zell am See im „Schüttgut“ – ein 600 Jahre alter Gutshof, den sein Großvater Ferdinand 1941 kaufte. Dort betreibt er einen Bio-Bauernhof mit 200 Rindern. Außerdem ist er leidenschaftlicher Jäger und Autosammler – natürlich der Marke Porsche. In seinem Besitz befindet sich außerdem das Schloss Prielau, das er zu einem Gourmetrestaurant umbaute, und die Porsche GmbH ist zu 48 Prozent an den Schmittenhöhebahnen beteiligt. Seit 2013 ist Porsche Ehrenbürger von Zell am See.

Mateschitz beflügelt ist aber bodenständig
Einen große Verbundenheit zu seiner Heimat hat auch der gebürtige Steirer und Wahl-Salzburger Dietrich Mateschitz. So besitzt er, wie berichtet, mehrere Gutshäuser und Schlösser. Allerdings nicht zum Privatvergnügen. Vielmehr hat er Anwesen wie Schloss Gabelhofen (Fohnsdorf), das Winterstellgut (Annaberg) für Entdecker und Schätzer der Tradition wieder auf Vordermann gebracht. Außerdem holte er mit dem Grand Prix von Österreich die Formel 1 in die Steiermark zurück und sorgte so in der Region für wirtschaftlichen Aufschwung.

Ein großes Herz für seine Mitmenschen
Großzügigkeit kann man dem 75-Jährigen nicht absprechen. Er steckt sein Geld nämlich nicht nur in den Sport – er besitzt zwei Formel 1-Teams und drei Fußballclubs. Er hat auch ein Herz für Soziales. Er ist Mitbegründer und Gönner der Stiftung „Wings for Life“, die Querschnittslähmung heilbar machen will. Außerdem machte er 70 Millionen Euro für ein Forschungszentrum zu Rückenmarksverletzungen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität locker.

Tina Laske
Tina Laske
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