23.06.2020 06:23 |

Kyrgios übt Kritik:

„Passiert, wenn man alle Vorschriften missachtet“

Djokovic-Turnier als „Corona-Party“? Wie Barbara Rittner, Nick Kyrgios, Jürgen Melzer und Herwig Straka die Vorgänge bei der Adria-Tour und die Konsequenzen daraus sehen. (Im Video oben sehen Sie bei „Krone oder Kasperl“, wie Peter Moizi, Tennis-Experte und stellvertretender Sportchef der Kronen Zeitung, die Causa einschätzt.)

Tennis-Star Nick Kyrgios schrieb an die positiv auf Covid19 getesteten Grigor Dimitrov und Borna Coric: „Schnelle Genesung, Jungs - aber das passiert, wenn man alle Vorschriften missachtet.“

Jürgen Melzer, Mitglied des Spielerrats der ATP, unterstrich: „Das zeigt, dass man diese Pandemie nach wie vor nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Bilder aus Belgrad und Zadar haben alle überrascht. Man kann derzeit ein Turnier einfach nicht so ausrichten, als ob nichts wäre.“ Der 39-Jährige ergänzte: „Die US Open in New York haben so viele strenge Maßnahmen getroffen, damit genau so etwas wie jetzt nicht passieren kann.“

Die deutsche Damentennis-Chefin Barbara Rittner geißelte die Vorgänge als „absolute Katastrophe“: „Die ganze Welt hält Abstand, trägt Masken. Und an der Adria saß man dann ohne Nasen-Mund-Schutz Schulter an Schulter, hat nachts gefeiert und lag sich oberkörperfrei in den Armen. Da verstehe ich nicht, in welcher Welt die leben. Einigen ist ihr Erfolg wohl zu Kopf gestiegen.“

Warnschuss zur rechten Zeit
Herwig Straka, Turnierdirektor der Erste Bank Open in Wien, meinte: „Es ist schon ein großes Problem, dass in vielen Ländern teilweise sehr unterschiedliche Vorschriften existieren. Bei der Adria-Tour war alles aber eindeutig zu wenig streng.“ Der erfahrene Manager sagte weiters: „Ich denke, dass das ein Warnschuss zur rechten Zeit war. Abstandsregeln, Hygienevorschriften und vor allem Eigenverantwortung sind und bleiben sehr wichtig.“

Straka betont aber auch: „Ich sehe es trotzdem als wichtig an, dass man den Sport für Fans mit Maß und Ziel langsam wieder öffnet. Ich hoffe schon, dass wir im Herbst in Wien natürlich unter Einhaltung aller dann geltenden Bestimmungen, aber doch vor Publikum spielen können.“

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

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