17.06.2020 22:34 |

Immer mehr Todesopfer

Mitarbeiterin brachte wohl Virus in Pflegeheim

Die Zahl der Toten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, steigt in einem Wiener Pflegeheim weiter: Mittlerweile gibt es bereits neun Todesopfer. Wie der Betreiber nun mitteilte, dürfte wohl eine Mitarbeiterin das Virus eingeschleppt haben.

Das Drama im Pflege- und Seniorenheim in Wien-Liesing weitet sich aus. Bei drei betagten Corona-Patienten im Alter von 85 bis 100 Jahren (teils mit schweren Vorerkrankungen) verloren die Ärzte auf Intensivstationen in Krankenhäusern den Kampf um ihr Leben. Damit gibt es schon neun Tote im Haus St. Barbara zu beklagen.

Drei Pensionisten in kritischem Zustand
Die Zahl könnte aber noch weiter ansteigen - denn drei betagte Pensionisten befinden sich in äußerst kritischem Zustand. Insgesamt wurden bis jetzt 35 Bewohner bzw. Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Ein nächster großflächiger Gesundheitscheck durch das Rote Kreuz soll demnächst starten.

Virus von Mitarbeiterin eingeschleppt?
Wie der Betreiber des nicht-städtischen Pflegeheimes erklärte, dürften die Infektionen von einer Mitarbeiterin ohne Krankheitssymptome ausgegangen sein. Diese wurde, gemeinsam mit einem Bewohner, bei einem Massenscreening der Behörde am 1. Juni positiv auf das Virus getestet. Die Ergebnisse lagen einen Tag später vor, woraufhin man die ohnehin strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter verschärft habe.

22 neue Viren-Cluster
Indes hat die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) die Corona-Fälle ab 21. Februar genau analysiert. Unter anderem entstanden binnen zwei Wochen 22 neue Viren-Cluster (bestehend aus jeweils zwei bis sieben Personen) in der Bundeshauptstadt Wien.

Außerdem umfasst der Brennpunkt rund um das Flüchtlingsheim Haus Erdberg mittlerweile mehr als 280 Erkrankungsfälle. Eine große Gruppe davon betrifft somalische, afghanische oder türkische Staatsbürger. Die Infektionen im Flüchtlingsheim dürften ursprünglich auf ein Postzentrum in Wien-Inzersdorf und ein Logistikzentrum im niederösterreichischen Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) zurückgehen.

Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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